Grenzach-Wyhlen Belange der Schüler hatten immer Priorität

Die Oberbadische, 23.07.2017 23:00 Uhr

Grenzach-Wyhlen (mv). „Ein Abschied schmerzt, auch wenn man sich schon lange darauf freut.“ Mit diesen Worten eröffnete am Freitag Frank Oppermann, stellvertretender Schulleiter des Lise-Meitner-Gymnasiums, den Festakt aus Anlass der Verabschiedung von Schulleiter Manfred Stratz. An diesem nahmen eine Vielzahl von ehemaligen Weggefährten, Schulleiter-Kollegen, Vertreter des Gemeinderates sowie Schüler und deren Eltern teil.

In seinen Erinnerungen verwies Oppermann auf die hervorragende Zusammenarbeit mit Stratz, die immer auf Augenhöhe stattfand. Dem scheidenden Schulleiter attestierte er ein stetiges Bemühen um ein gutes Schulklima, wobei die Belange der Schüler stets Priorität hatten.

In ähnlicher Weise äußerte sich auch Thomas Steiner, Leitender Regierungsschuldirektor am Regierungspräsidium Freiburg. Er sagte, dass Stratz nicht nur ein exzellenter Pädagoge sei, den man nur zögernd in das bevorstehende Sabbatjahr entlassen wolle. Daneben habe er während seines gesamten Berufslebens den Schülern in Sachen Bildung stets helfen wollen. „Helfen, unterstützen, anhören und jederzeit eine offene Tür für die Belange der Schüler haben. Dies seien die Markenzeichen von Manfred Stratz gewesen“, sagte der leitende Regierungsschuldirektor.

Steiner sprach in seiner Abschiedsrede für den beliebten Schulleiter auch dessen musikalische Karriere an, die Stratz zunächst anstrebte, bevor er den Schuldienst antrat. Dies habe gezeigt, dass sich Stratz auch für den Lehrerberuf berufen fühlte und sich der Aufgabe als Lehrer und Schulleiter bis zum letzten Tag mit großem Engagement widmete.

Benz lobt Engagement

Auch Bürgermeister Tobias Benz zeigte sich beeindruckt vom Wirken des scheidenden Schulleiters. Er lobte dessen Engagement.

Auf die menschliche Seite von Stratz besannen sich so auch die weiteren Redner, die dem scheidenden Schulleiter viel Glück im Ruhestand wünschten. Die Vertreterinnen des Elternbeirates des LMG wünschten sich indes, dass Stratz noch viele Jahre im Förderverein „Freunde des LMG“ mitarbeiten wird, um dort seine langjährige Berufserfahrung mit einbringen zu können.

In seinem Schlusswort, das er teils ironisch, teils nachdenklich zum Besten gab, sagte Stratz bescheiden, dass er seiner Ansicht nach nicht der beste Schulleiter gewesen sei. Den Vertretern des Regierungspräsidiums versprach er jedoch, künftig der allerbeste Ex-Schulleiter werden zu wollen.

Auf eine „Generalabrechnung“ mit dem deutschen und Baden-Württembergischen Schulsystems verzichtete der scheidende Schulleiter mit einem Lächeln auf dem Gesicht, wohlwissend, dass er dazu ganz sicher auch etwas zu sagen gehabt hätte.