Grenzach-Wyhlen Benz ist abgesägt

Grenzach-Wyhlen - Mit einem dreifachen „Rolli-Dudel!“ und einem dreifachen „Trotz G’stank der Chemie, Fasnacht mueß si“ haben die Narren in beiden Ortsteilen am Schmutzige Dunschdig das Zepter in die Hand genommen. Bürgermeister Tobias Benz leistete nur wenig Widerstand und rückte den Rathausschlüssel raus.

Zwar versuchte der Burgi erst noch, die Narren in – etwas gebrochenem – Alemannisch zu beschwichtigen, fügte sich dann aber in sein Schicksal. Den Narren rief er zu, bis zum Aschermittwoch in Urlaub gehen zu wollen. Was bis dahin geschehe, obliege somit dem närrischen Souverän.

Noch etwas ungewohnt verlief für viele Fasnächtler in Wyhlen der Hemdglunkiumzug, der sich von der Bahnhofstraße in Richtung Abtsmatten bewegte, angeführt vom Musikverein Wyhlen und Narrenmeister Ralf Gentner.

Er rief den vielen ganz in Weiß gewandeten Glunkis zu: „Im Rothuus düen jetz d’ Narre huse, dört lön mir jetzt die Sprüchli use.“ Und zu Benz: „Am Aschermittwuch chönnet Ihr dann widder iine, zum Sueche Euri Münz und Euroschiine. Jetz goht’s los mit Eurem Seege, die Narre fange a zu läbe.“

Angefeuert von zahlreichen „Rolli-Dudel!“-Rufen stellten in Wyhlen die Dörfligeister nach der Schlüsselübergabe den Narrenbaum, während der Narresome mit Süßigkeiten beschenkt wurde.

In Grenzach führte die Guggemusik „Node-Chaode“ den Hemdglunkiumzug musikalisch an und führte die „Weißkittel“ bis ans Haus der Begegnung. Hier warteten bereits Oberzunftmeister Stefan Koppetsch und Bürgermeister Tobias Benz sowie zahlreiche Gemeinderäte auf die Narrenschar. Und auch hier, auf dem Balkon des Hauses der Begegnung, musste der Burgi den heiß begehrten Rathausschlüssel an die Narren abgeben. Für den weißgewandeten Nachwuchs regnete des danach goldene Schoko-Dukaten, während die „Node-Chaode“ in Grenzach und der Musikverein in Wyhlen auf die sich anschließenden Hemdglunkibälle einstimmten.

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