Das viertägige Jugendtreffen „Taizé Basel“ hat zum Jahreswechsel auch nach Grenzach-Wyhlen ausgestrahlt. Die planerische Verantwortung lag dabei im ökumenischen Jugendbüro „10plus“ in der Hand von Jugendreferentin Sara Kiefer.

Von Rolf Rombach

Grenzach-Wyhlen. Unterstützung bekam Kiefer durch Jennifer Streich aus Haltingen, die ihm Rahmen ihres Praxissemesters für die Evangelische Hochschule Freiburg wichtige Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit sammeln konnte. „Ohne Jenny wäre es nicht möglich gewesen, die Veranstaltung so zu stemmen“, lässt die Jugendreferentin dankbar wissen. „Es gab Vieles zu koordinieren: Anrufe, E-Mails, verschiedene Treffen.“

Für 200 Teilnehmer zwischen 18 und 35 Jahren des Basler Jugendtreffens galt es, in Grenzach-Wyhlen Übernachtungsplätze zu organisieren, die in den örtlichen Kirchengemeinden gesucht wurden. „Anfang Dezember wurden wir langsam nervös, da wir noch nicht alle Schlafplätze hatten, die wir angestrebt hatten. Doch die Brüder von Taizé beruhigten uns immer wieder mit ‚das wird schon noch‘ – toll, dass es so geklappt hat“, freut sich Kiefer. Um die Weihnachtstage kamen die letzten Angebote, so dass am Ende sogar 276 Schlafplätze in der Doppelgemeinde zur Verfügung standen.

Genügend Schlafplätze für alle Teilnehmer

Bereits am 26. Dezember kamen die ersten externen Helfer an, die die Organisatoren bei der weiteren Administration unterstützten. 40 davon übernachteten in Grenzach-Wyhlen. Vom 28. Dezember bis 1. Januar gab es dann Programm in Grenzach-Wyhlen und Basel für die hiesigen Gäste.

Feuerwerk ein Höhepunkt

Einer der Höhepunkte – auch für Streich und Kiefer – war das Fest der Nationen im Haus der Begegnung (wir berichteten). Zunächst gar nicht beachtet, aber dann ein Glanzlicht des Abends, war das Feuerwerk der Bürger auf der Wiese der Neuen Mitte in Grenzach, die von der Glasfassade und dem Balkon des Festsaals perfekt beobachtet werden konnte. Durch großzügige Spenden der drei lokalen Bäckereibetriebe stand genug Verpflegung für den feierlichen Abend und sogar die Rückfahrt am Neujahrstag zur Verfügung. „Auch die politische Gemeinde hat uns sehr unterstützt“, lobt Kiefer. Als Rückfallebene stand die Zielmattenhalle zur Übernachtung zur Verfügung. Das Haus der Begegnung wurde kostenlos überlassen. Kleiner Nebeneffekt des Jugendtreffens war zu dem, dass das ökumenische Jugendbüro in der Gemeinde noch bekannter geworden ist, freut sich die Jugendreferentin.

Vakanz fordert auch das Jugendbüro

Neben dem Jugendtreffen galt es, auch noch das Tagesgeschäft zu erledigen. Wegen der Pfarrer-Vakanz in der evangelischen Gemeinde Wyhlen übernahm das Duo vermehrt die Konfirmanden-Arbeit, begleitete die Ministranten auf ein Hüttenwochenende und unterstützte die Sternsinger. Für den offenen ökumenischen Jugendtreff „Yellow Box“, der sich immer freitags im evangelischen Gemeindehaus Grenzach trifft, wurde nach einer Umfrage unter den Gästen ein neues Konzept erstellt, das nun in diesen Tagen den Jugendlichen vorgestellt wird. „Wir planen die Themen für die Abende nun zwei Monate im Voraus.“ Eine feste Leitung des Treffs gibt es bisher noch nicht. Sara Kiefer wechselt sich mit einigen volljährigen Jugendlichen ab, die für den Abend die Verantwortung übernehmen.

Im Februar baut Kiefer zunächst ein paar Überstunden ab, bevor es dann an die Planung der nächsten Aktivitäten geht. Im Mai geht es zum trinationalen ökumenischen Kirchentag „KIRK“ nach Mulhouse, im Mai gibt es den Gegenbesuch bei der Bruderschaft in Taizé, und beim Johannimarkt wird wieder ein Stand betreut, mit dessen Einnahmen das Jugendbüro finanziert wird.

Um die weitere Finanzierung sicherzustellen, wird voraussichtlich am 16. März eine Versammlung der Förderer von „10plus“ im evangelischen Gemeindehaus Grenzach stattfinden.