Grenzach-Wyhlen Bürokratie und Fachkräftemangel als Bremsklötze

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Die Landtagsabgeordneten August Schuler (von links) und Raimund Haser mit Roman Gayer, der Abgeordneten Sabine Hartmann-Müller und Landtagspräsident a. D. Willi Stächele mit Thomas Hoyer Foto: zVg/Energiedienst

Grenzach-Wyhlen. Energiewende gestalten, Infrastruktur ausbauen und Verfahren beschleunigen: Beim Besuch der Europapolitiker der CDU-Landtagsfraktion der Wasserstofferzeugungsanlage („Power-to-Gas“, „P2G“) von Energiedienst in Wyhlen wurde über die Energieversorgung der Zukunft gesprochen. Zudem konnten sie sich direkt über die P2G-Anlage informieren.

Mittels Elektrolyse stellt diese seit 2019 Wasserstoff aus Wasser her. Das überregionale Leuchtturmprojekt wurde damals mit rund zwei Millionen Euro von Land Baden-Württemberg gefördert.

Der Besuch geht auf eine Initiative der Rheinfelder Landtagsabgeordneten Sabine Hartmann-Müller zurück, heißt es in einer Pressemitteilung. Neben den Europapolitikern der Landtags-CDU hatte sie auch den energiepolitischen Sprecher der Fraktion, Raimund Haser, nach Grenzach-Wyhlen eingeladen. „Die Erzeugung von Grünem Wasserstoff ist eine Schlüsseltechnologie für die Energiewende und die Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts. Der enge Austausch mit den Energieerzeugern ist uns daher ein wichtiges Anliegen“, erklärte Hartmann-Müller laut Mitteilung bei der Begrüßung durch den Leiter Stab Thomas Hoyer und Kommunalbetreuer Roman Gayer.

Hartmann-Müller: „Arbeiten intensiv an Vereinfachungen“

Neben der Besichtigung der Anlage standen auch Gespräche über Chancen und Herausforderungen der H2-Produktion auf dem Programm. Wie Hoyer erklärte, gestalten sich insbesondere die Genehmigungsprozesse für den Ausbau sehr langsam. „Die bürokratischen Hürden und der zunehmende Fachkräftemangel in der öffentlichen Verwaltung dürfen nicht zum Bremsklotz für Energiesicherheit und Wirtschaftswachstum werden“, pflichtete ihm Hartmann-Müller bei. „Als CDU-Fraktion arbeiten wir daher intensiv an einer Beschleunigung und Vereinfachung der Verfahren“, so die Rheinfelder Abgeordnete weiter.

Konkret plant die Forschungs- und Entwicklungsabteilung der EnBW gemeinsam mit Energiedienst, den Produktionsstandort in Wyhlen um weitere fünf Megawatt für die Wasserstoffproduktion auszubauen (wir berichteten).

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