Grenzach-Wyhlen Das AOG spielt auf Weltklasseniveau

Das Akkordeonorchester aus Grenzach-Wyhlen braucht den Vergleich mit den Besten nicht zu scheuen. Das Foto entstand vor dem Auftritt in Innsbruck. Foto: zVg

Grenzach-Wyhlen - Das Aktivorchester (AOG) des Akkordeon-Orchesters Grenzach-Wyhlen (AOGW) unter der Leitung von Tanja Rauschenberger hat beim „World Music Festival“ am Wochenende in Innsbruck den dritten Platz in der Höchststufe erreicht. Die Musiker aus der Doppelgemeinde erhielten das Prädikat „hervorragend“ und schafften 47,2 von 50 Punkten.

Bei der Großveranstaltung in Österreich stellten sich rund 3000 Akkordeonisten aus aller Welt einer ebenfalls internationalen Jury. Beim Empfang der Stadt Innsbruck, des Landes Tirol und des Deutschen-Harmonika-Verbandes durfte das AOG bereits eine Ehrung für die sechste Teilnahme beim „World Music Festival“ entgegen nehmen.

Am Samstag trat das AOG dann in der höchsten Schwierigkeitsstufe an und konkurrierte dabei mit 27 weiteren Orchestern. Eigens für diesen Wettbewerb wurde von Peer Kostal, einem Spieler des Aktivorchesters, der „Danse sacrale“ aus dem Ballett „Le sacre du printemps“ von Igor Strawinsky bearbeitet. „Interessanterweise fand die Uraufführung dieses Balletts nahezu auf den Tag genau 106 Jahre zuvor, nämlich am 29. Mai 1913, statt und hat damals zu Unruhen im Saal und einigen Verletzten geführt“, teilt AOGW-Vorsitzende Nicole Rohn im Nachgang des Wettbewerbs mit. Als zweites Stück trug das AOG das „Capriccio espagnol“ von Nikolai Rimski-Korsakow vor. Es gilt als weitaus melodischeres, aber auch extrem anspruchsvolles Werk mit vielen virtuosen solistischen Kadenzen, welche vor allem von den Elektroniumspielern des Orchesters ein Höchstmaß an Können und Konzentration fordern.

„Die Unruhen bei der Aufführung beim World Music Festival beschränkten sich aber glücklicherweise auf Begeisterungsrufe und stehende Ovationen“, lacht Rohn. In einem Saal, der 1500 Zuhörer fasse und nahezu voll besetzt sei, hinterlasse ein solcher Beifall durchaus einen bleibenden Eindruck bei den Akteuren. „Denn es ist eben diese Begeisterung, welche bei alle aktiven Musikern ein tiefes Glücksgefühl auslöst, sie für all die Mühen und Strapazen entschädigt und zu weiteren Höchstleistungen anspornt.“

Nachdem auch die Jury beim Beratungsgespräch im direkten Anschluss an den Vortrag nur Worte des Lobs fand, war die Spannung auf die Wertung und Platzierung bei den Musikern aus Grenzach-Wyhlen groß. Insbesondere die Leistung der Elektroniumspieler (Zitat: „Nach zwei Tagen höre ich endlich Elektroniumspieler mit hervorragender Tongestaltung.“) sowie die Leistung der Dirigentin Tanja Rauschenberger (Zitat: „Ihre Spieler spielen wirklich exakt so, wie Sie dirigieren.“) hatte die Jury äußerst beeindruckt.

Am Sonntag wurden unter dem Beifall von 5000 Besuchern in der „Olympiaworld“ die Ergebnisse des musiklaischen Kräftemessens verkündet. Das AOG erzielte mit 47,2 von maximal möglichen 50 Punkten das bestmögliche Prädikat „hervorragend“ und seine bisher beste Wertung bei diesem großen Festival. Hinter dem mit 47,6 Punkten zweitplatzierten Orchester der Musikschule Elmshorn und dem mit 47,8 Punkten erstplatzierten Gemeinschaftsorchester von „Akkordeon im Quadrat“ aus Mannheim sowie dem Hohner Akkordeon-Orchester Reilingen durfte das AOG nach dem Jahr 2010 nun bereits das zweite Mal einen dritten Platz bejubeln.

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