Grenzach-Wyhlen Das neue Fahrzeug ist jetzt weiß

Frieder Baganski (links) und die weiteren ehrenamtlichen Fahrer freuen sich über den neuen Einkaufsbus. Foto: Rolf Rombach Foto: Die Oberbadische

Wenn man Frieder Baginski mit seinem Hund beim Gassi gehen sieht, sollte man nicht meinen, dass dieser Mann in dieser Woche bereits 73 Jahre alt wird. Dennoch engagiert sich der rüstige Rentner wöchentlich als Fahrer und Helfer beim Einkaufsbus. Das bisher blaue Modell wurde nun durch einen fast neuen Neunsitzer ersetzt.

Von Rolf Rombach

Grenzach-Wyhlen. „Das ist ein wenig auch ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk“, strahlt Baginski an der Hochrheinhalle. Dort bekamen am Montag die ehrenamtlichen Fahrer eine kurze Einweisung in den großen, weißen Bus, an dessen Seitentüren das Gemeindewappen strahlt. Bisher war das zwei Jahre alte Fahrzeug nur direkt der Gemeinde und ihren Mitarbeitern unterstellt. Ein neues Fahrzeug konnte nach leichten Lieferschwierigkeiten nun kürzlich in Empfang genommen werden, dafür ist der bekannte blaue Bus in Rente gegangen. Somit erfolgte in dieser Woche der Tausch auf das moderne Fahrzeug.

Mehr Platz im Laderaum

Gleich an mehreren Punkten sind die ehrenamtlichen Fahrer erfreut über die Veränderungen. Allen voran Baginski, der den Einkaufsbus jeden Dienstag von Grenzach in die Wyhlener Ortsmitte fährt und den betagten Bürgern trotz mobiler Einschränkungen ein heimisches Einkaufserlebnis ermöglicht.

70 Fahrten fuhr er den blauen Bus, Nummer 71 am Dienstag nun im neuen Gefährt. „Bisher mussten wir die Rollatoren zum Teil stapeln, die Einkäufe lagerten manchmal auf dem Schoß. Der 5,60 Meter lange Bus hat fast einen Meter mehr Ladefläche im hinteren Bereich. Eine Klimaanlage sorgt dafür, dass auch im Sommer das Fahrzeuginnere nicht so schnell überhitzt.

Feste Einstiegstreppe

Eine Ganzjahresverbesserung ist die ausfahrbare Treppe an der Schiebetüre. Die zwei Stufen überbrücken nun optimal den Höhenunterschied. Dazu gibt es noch Haltegriffe im Eingangsbereich, sodass die Mitfahrer sich selbst hochziehen können. „Viele möchten lieber selbst einsteigen und lehnen Hilfe ab. Das ist ja auch besser, als wenn wir dann am Hintern schieben müssen“, lacht Frieder Baginski und freut sich über die Erleichterung für alle Beteiligten. Bisher brachte er immer eine mobile Stufe als Einstiegshilfe mit.

Heckkamera

Ein weiterer Fortschritt in Sachen Sicherheit stellt die Rückfahrkamera in der Hecktür dar. So können die Fahrer in engeren Bereichen besser Rangieren, was bei der Fahrzeuglänge für weniger geübte Fahrer als auch Profis hilfreich ist. Vor allem wenn jemand hinter den Wagen läuft.

Vielseitige Freude

Neben dem AWO-Einkaufsbus nutzen weitere engagierte Helfer regelmäßig das von der Gemeinde gestellte Fahrzeug. Klaus Huber und Heinz Bresin fahren zwei Mal wöchentlich Bürger mit Einkaufsberechtigung zum Rheinfelder Tafelladen. Zu den Altennachmittagen ist das Fahrzeug ebenfalls im Einsatz.

Und gelegentlich nehmen weitere Vereine die Möglichkeit gerne in Anspruch. So fährt Helmut Bauckner vom Verein für Heimatgeschichte am Freitag mit dem Kinderferienprogramm zum Römermuseum Heitersheim. Ein Fahrzeug also für alle Generationen.

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