Grenzach-Wyhlen Dem BUND schwant „nichts Gutes“

Die Oberbadische, 18.11.2014 23:01 Uhr

Grenzach-Wyhlen (tn). „Nichts Gutes“ erwartet die BUND-Ortsgruppe Grenzach-Wyhlen bezüglich der noch ausstehenden Sanierungsentscheidung für Perimeter 2 der Keßlergrube. Die BASF plant bekanntlich die Umspundung der Altlast. Dagegen regt sich mehrheitlich Protest – auch von politischer Seite (wir berichteten). Die Sanierungsentscheidung will das Landratsamt noch diesen Monat fällen.

Für Perimeter 1 der Roche (Vollaushub) ist die Entscheidung bereits gefallen (wir berichteten).

Mit Bauchweh wartet die BUND-Ortsgruppe nun auf den Bescheid aus Lörrach bezüglich Perimeter 2. Schwer im Magen liegt der Gruppe dabei besonders die Ankündigung von Dr. Georg Lutz, Leiter des Referats Umwelt im Landratsamt Lörrach, nach Abschluss des Genehmigungsverfahrens den „Sofortvollzug“ anzuordnen.

„Aufgrund des Inhalts und der Bedingungen dieser Ankündigungen erwarten wir für den beabsichtigten Bescheid leider nichts Gutes“, teilt BUND-Ortsgruppensprecher Dr. Herwig Eggers mit. Für ihn ergebe sich überdies der Eindruck, „dass unsere Stellungnahme umsonst war“. Diese hat der BUND laut Eggers Ende Juli bei der Lörracher Behörde eingereicht – und nie eine Rückmeldung erhalten.

„Stellungnahmen werden abgewertet“

„Wir müssen so leider davon ausgehen, dass die in unserer Stellungnahme bezeichneten, erheblichen Mängel der Planung der BASF ignoriert werden. Die Ankündigung des Sofortvollzugs wertet unsere und andere Stellungnahmen weiter ab. In Verbindung mit früheren, öffentlichen Festlegungen von Dr. Lutz hinsichtlich der Genehmigungsfähigkeit der Planung ergeben sich für uns deutliche Zweifel an der Unvoreingenommenheit der Behörde“, schreibt Eggers im Namen der BUND-Ortsgruppe Grenzach-Wyhlen. Die geäußerte Kritik wollen die Umweltschützer weiterhin aufrecht erhalten.

Der BUND fragt sich daher, „ob die verantwortlichen Personen im Landratsamt Lörrach diese Planung der BASF demnächst tatsächlich unverändert genehmigen wollen“. Des Weiteren fordert die Grenzach-Wyhlener Gruppe laut Eggers weiterhin nachdrücklich „ein unverzügliches, grundsätzliches Bekenntnis der Verantwortlichen der BASF zu einer Sanierung des BASF-Anteils der Keßlergrube durch eine vollständige Entfernung der Schadstoffe“.