Grenzach-Wyhlen Den Nachbarn besser kennenlernen

Johannes Senske
Zum Schluss der Präsentation stellten sich alle Projektbeteiligten auf die Bühne. Foto: Johannes Senske

Pratteln/Grenzach-Wyhlen - Um Schülern die Möglichkeit zu bieten, nicht nur Medien zu konsumieren, sondern auch selbst herzustellen, wurde Anfang des Jahres ein neues Pilotprojekt namens „Rheinseitig.tv“ ins Leben gerufen. Schüler aus Grenzach-Wyhlen und Pratteln haben dabei einiges erarbeitet und stellten die Ergebnisse am Dienstag in der Schweizer Nachbargemeinde vor.

Verantwortlich bei „Rheinseitig.tv“ waren Projektleiterin Elke Schlote von der Uni Basel, Kerstin Mehle und Fritz Rumpf von „plots art“ in Grenzach sowie die begleitenden Lehrkräfte Susanne Grubenmann (Fröschmattschule, Pratteln) sowie Natalie Knupfer und Kurt Schlegel von der Realschule Grenzach-Wyhlen.

Das Besondere an „Rheinseitig.tv“ war jedoch die Tatsache, dass die Teams aus zwei verschiedenen Regionen stammten, die einerseits geografisch dicht beieinander liegen, andererseits jedoch durch eine Staatsgrenze getrennt sind. Somit bestand die Hauptidee auch darin, den jeweiligen Partnern jenseits des Rheins die eigene Heimatregion mit Hilfe kreativer Videosequenzen näher zu bringen.

Wie kreativ und kurzweilig dies gelungen ist, zeigte sich während der Präsentation diverser Videos in der Aula der Fröschmattschule in Pratteln am Dienstag. Darin wurden etwa das Schloss Pratteln ebenso vorgestellt wie ein Altersheim oder auch ein Fabeltier mit Bezug zur Gemeinde. Politisch wurde es bei den Beiträgen zu Corona und Schule einerseits und der Situation von Jugendlichen andererseits.

„Learning by doing“

Besonders viel Applaus erhielt ein kurzes Sportvideo mit witzigen Szenen zum Thema Elfmeterschießen. Dies passte offensichtlich genau zur Euphorie der Schüler über den Sieg des Schweizer Nationalteams am Abend zuvor. Auch ein Mini-Krimi mit dem Titel „Die Flucht“ wurde mit Gelächter und Applaus bedacht.

Die Videos aus Grenzach-Wyhlen konzentrierten sich auf die Baumaßnahmen am Schulzentrum und die Arbeit des Jugendparlaments. Laut Projektleiterin Elke Schlote geht es jedoch nicht nur um das Kennenlernen der Nachbarschaft, sondern auch um die Erkenntnis, welch wichtige Rolle den Medien und der Presse als „vierte Macht“ zukommt.

Insgesamt stand bei all diesen Aktivitäten das Prinzip „learning by doing“ im Vordergrund. So wurden alle Videos mit den eigenen Handys der Teilnehmer aufgenommen – nur für Nachbearbeitung, Schnitt und Vertonung musste auf professionelle Ausrüstung zurückgegriffen werden. Dies geschah in erster Linie mit Hilfe von „TRAVIS GO“, einer Web-App, die von der Abteilung Medienwissenschaften an der Universität Basel zur Verfügung gestellt wurde.

Kurt Schlegel von der Realschule Grenzach-Wyhlen, der selbst mit dem Velo von Grenzach nach Pratteln geradelt war, regte an, dies auch einmal für die Jugendlichen anzubieten, damit sie erfahren könnten, wie schnell die Nachbarn jenseits des Rheins zu erreichen seien. Alle Teilnehmer betonten, dass sie sich über eine Fortsetzung des Projekts freuen würden.

Weitere Informationen: https://rheinseitig.tv

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