Grenzach-Wyhlen Der große Blick nach Basel

Weit nach Basel geht der Blick bei gutem Wetter vom Hornfelsen. Foto: Rolf Reißmann Foto: Die Oberbadische

Was hat sich nicht alles verändert, im Alltag haben wir meist nur wenig Zeit, uns genau anzusehen was dazu gekommen oder weggefallen ist. Überhaupt sollte man doch ab und zumal den Blick auf’s Ganze richten.

Von Rolf Reißmann

Grenzach-Wyhlen. Das geht am besten, wenn man von oben runter schaut. Nicht mit einer Drohne, nein, zu Fuß hinaufsteigen, das ist dann gleich noch ein Erlebnis, tut gut, bereitet Freude und lohnt sich, eben weil man dann viel mehr sieht als sonst. Wir laden ein zu Touren auf mehrere Aussichtspunkte rund um die Gemeinde. Unser erstes Ziel ist der Hausberg der Grenzacher, der Hornfelsen.

Der große Blick nach Basel vom Hornfelsen

Wer Basel mit dem Rheinverlauf sehen möchte, muss nur auf den Hornfelsen klettern. Die Aussicht ist faszinierend, so nah liegt die Stadt nur unter wenigen Höhepunkten rundum. Vom EuroAirport im Nordwesten bis zu den Vorstädten Muttenz und Pratteln im Osten reicht der Blick. Natürlich zieht zunächst die neue Dominante, der Roche-Bau 1, die Aufmerksamkeit auf sich. Das derzeit mit 178 Metern höchste Gebäude der Schweiz fällt sowohl durch die Höhe als auch seine weiße Fassade auf. Noch ist das entstehende zweite Hochhaus, das sogar 30 Meter höher werden wird, mehr zu erahnen als zu erblicken. Aber immerhin, die aufstrebende Schalung ist bereits erkennbar.

Den früheren Blickfang, das Münster, muss man jetzt schon suchen. Das dunkle Messehochhaus hielt bis vor wenigen Jahren den Schweizer Gebäudehöhenrekord. Heute werden dessen 120 Meter belächelt.

Jura begrenzt am Horizont den Ausblick

Hinter der Stadt begrenzen die Gipfel der Juraberge den Horizont, von etlichen Burgen und Türmen geziert. Die lebendige Stadt ist auf den Verkehrswegen unübersehbar. Die Flugzeuge zum und vom EuroAirport ziehen große Schleifen. Auf Schwarzwald- und Wettsteinbrücke lassen sich Autos, Trams, Eisenbahnen beobachten. Vom Badischen Bahnhof rollen die Züge zur Wiesentalbahn oder in Richtung Grenzach, direkt unterm Hornfelsen eilen sie am alten Wärterhaus vorbei. Die beiden Kammern der Schleuse Birsfelden sind gut zu überblicken, links unten liegen mehrere Schiffe am Kai. Bis zum Auhafen Muttenz reicht der Blick. Von Grenzach aber ist nicht so viel zu sehen. Die große Halle der Kesslergrube steht erst seit knapp drei Jahren, wenn die Arbeiten so ablaufen wie vorgesehen, wird sie Ende 2020 wieder abgebaut.

Neuer Grenzübergang ist gut zu sehen

Gut zu erkennen ist auch der neugestaltete Grenzübergang. Das kleinere Zolldach fällt zwar nicht mehr so auf wie das frühere Zelt, sieht aber eleganter aus. Die roten Schutzstreifen für Radfahrer sind erst wenige Wochen alt. Am rechten Rand des freien Blickfeldes in das neue Wohngebiet am Hornacker zu sehen, von oben sieht die Bebauung wesentlich lockerer aus als von unten. Der Hornfelsen ist also in mehrerer Hinsicht ein Punkt, um aus dem Ort hinaus zu blicken.

Sie möchten alle Nachrichten aus Ihrer Gemeinde lesen?
Dann testen Sie unser ePaper – 3 Wochen völlig gratis und unverbindlich! Klicken Sie HIER.

  • Bewertung
    5

Newsticker

blank

Umfrage

Schulstreik in Hamburg

Mit dem Beginn des Schuljahrs werden die Klimaproteste fortgeführt. Für Freitag hat die Fridays-For-Future-Bewegung in 115 Ländern wieder zum Schulstreik aufgerufen. Was halten Sie davon?

Ergebnis anzeigen
loading