Grenzach-Wyhlen Der „Löwenzahn“ blüht zwar, hat aber noch Startprobleme

Unter der Leitung von Annette Westendorf (links) stimmte eine Kindergruppe mit fröhlichem Gesang auf die Feier ein. Foto: Rolf Reißmann

Grenzach-Wyhlen - Vor wenigen Tagen sind die ersten Gruppen aus ihrem Übergangsquartier (Pavillon II der Bärenfelsschule) in den schicken Neubau des Kindergartens „Lölwenzahn“ Standort eingezogen. Vor knapp drei Jahren war der alte Kindergarten abgerissen worden.

Viele weitere Mädchen und Jungen komme in den nächsten Wochen hinzu. Insgesamt werden vier Gruppen für Kinder im Alter zwischen drei bis sechs Jahren sowie zwei Krippengruppen für Kinder zwischen einem und drei Jahren eingerichtet. Jeweils die Hälfte der Gruppen bietet verlängerte Öffnungszeiten an, die andere Hälfte sind Ganztagsgruppen. „Mit diesem Angebot kommen wir den Familien entgegen, bei denen beide Elternteile erwerbstätig sind“, sagte Bürgermeister Tobias Benz bei der feierlichen Eröffnung am Samstagvormittag. „Allerdings werden wir die Gruppen nur stufenweise einrichten können, denn noch fehlen uns etliche Mitarbeiter“, ließ er durchblicken. So fehlt unter anderem das Personal für die Krippengruppen.

Neun Beschäftigte arbeiten bisher im „Löwenzahn“, 16 werden aber benötigt. „Personal zu finden ist in diesen Monaten sehr schwer“, bestätigte auch Leiterin Annette Westendorf.

Mit dem Neubau für 5,9 Millionen Euro wollte die Gemeinde ein zukunftsgerechte Kindereinrichtung schaffen. Dass der Kostenrahmen um zehn Prozent überzogen wurde, sieht der Bürgermeister der brummenden Baukonjunktur geschuldet. Bei einigen Teilausschreibungen habe es erst keine Angebote gegeben, weil viele Firmen fast durchweg langfristig ausgelastet seien. Dennoch sei der „Löwenzahn“ ein Schmuckstück geworden.

Architekt Friedemann Roller verwies auf die offene Gestaltung. Innen ermöglichen Glasscheiben Durchblicke in andere Raume, so dass die Kinder zwar selbstständig unterwegs sein können, aber dennoch unter Aufsicht bleiben. Die bis auf den Boden reichenden Fenster geben stets den Blick in die Umgebung frei.

Westendorf freute sich über den großen Mehrzweckraum im Untergeschoss, in dem sehr viele Gemeinschaftsveranstaltungen stattfinden können. Insgesamt 1900 Quadratmeter Geschossfläche bietet der Neubau an.

Sowohl Benz als auch Roller hoben hervor, dass es gelungen sei, die drei großen Bäume zu erhalten. So verfügt der über 1200 Quadratmeter große Spielgarten über ausreichende Schattenflächen. Die Fassade aus Dou­glasienholz nehme Bezug auf die Nähe zum Schwarzwald, meinte der Bürgermeister. „Dennoch ist das kein Prunkbau“, fügte er an. „Wir haben uns an das vom Land vorgegeben Raumprogramm gehalten.“ Seine frühere Kritik, dass die Gemeinde für diesen Neubau nur 248 000 Euro Zuschuss erhalten habe, gelte nur für diesen Kindergarten. Denn inzwischen würden für weitere Bauten dieser Art größere Zuschüsse in Aussicht gestellt.

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