Grenzach-Wyhlen Die Kinder kommen früher heim

Einige Veränderungen stehen an der Lindenschule in Wyhlen an. Foto: Rolf Rombach

Grenzach-Wyhlen - Auf reges Zuschauerinteresse ist die Sitzung des Hauptausschusses des Grenzach-Wyhlener Gemeinderates am Dienstagabend gestoßen. Gekommen waren zahlreiche Eltern von Lindenschülern.

Teil des neuen pädagogischen Konzeptes der Wyhlener Grundschule ist eine Anpassung der Unterrichtszeiten, wie Rektor Christian Dierkes erläuterte. Der Halbtagsunterricht soll ab dem kommenden Schuljahr bereits um 12.15 Uhr enden – 35 Minuten früher als derzeit. „Uns ist bewusst, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hier an ihre Grenzen stößt“, bekannte der Pädagoge.

Daher wünscht man sich von der Gemeinde die Übernahme der Betreuung bis 13 Uhr, wie eine Abfrage unter den Schulanfängereltern kürzlich ergeben hat. 20 Prozent der Eltern hätten Probleme mit dem früheren Schluss, weshalb es wichtig sei, ein Betreuungsangebot zu schaffen, führte Dierkes aus. Das bestätigten auch die erschienenen Elternvertreter. Von 205 Schülern der künftigen Klassen 1 bis 3 seien 102 Halbtagskinder.

Hauptamtsleiterin Karin Schöttler kündigte an, dass mit Betreuungskosten von 37 Euro (30,50 Euro je Geschwisterkind) für eine komplette Woche zu rechnen sei, zuzüglich der Kosten für das Essen in der Mensa. Aus Platzgründen wird dort – wie in der Bärenfelsschule – bereits in zwei Schichten gegessen. Dierkes rechnet damit, dass bei einer entsprechenden Nachfrage sogar eine dritte Speisung eingerichtet werden könnte. „Daher wäre mehr Zeit im Mittagsband auch hilfreich“, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung erläuterte. Auch den „Heimessern“ kommt das entgegen, da der Nachmittagsunterricht ab der zweiten Klasse erst um 14 Uhr beginnt.

Große Pause wird gekürzt

Ab dem Schuljahr 2019/20 wird die große Pause um fünf Minuten gekürzt. Außerdem werden die Unterrichtsblöcke von 2-2-1 Stunden auf 2-1-2 umgestellt. „So kann dann eine Doppelstunde Sport oder Kunst zum Schulschluss erfolgen“, nannte Dierkes Beispiele für eine optimierende Umstellung und beruhigte: „Wir machen dennoch nicht so lange, bis die Kinder vom Stuhl kippen. Das ist inzwischen Teil unserer Ausbildung.“

Im Gegensatz zur Grundkonzeption kann die Schule die Anpassung nach der viermonatigen Evaluation ohne das Regierungspräsidium vollziehen. Allerdings muss Dierkes den Lehrerbedarf bis März an das Schulamt melden, weshalb alle Erhebungen für das kommende Schuljahr bereits erfolgen mussten. Um den Eltern ein Signal zu geben, ob die Umstellung im Gemeinderat anklang findet, wurde daher die einstimmige Empfehlung des Hauptausschusses eingeholt.

Außerdem gab Bürgermeister Tobias Benz bekannt, dass der noch immer auf dem Schulhof stehende Bauzaun vermutlich in der ersten Märzwoche abgebaut werden könne. Noch werde eine Lieferung Baumaterial erwartet, nach der das Sicherungselement entfernt wird.

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