Von Tim Nagengast

Die Lindenschule in Wyhlen steht vor weitreichenden Veränderungen. Diese hängen unmittelbar mit der Einführung des Ganztagesbetriebes in Wahlform ab dem Schuljahr 2018/19 zusammen.

Grenzach-Wyhlen. Bauamtsleiterin Sabine Schneider präsentierte im Rahmen der jüngsten öffentlichen Gemeinderatssitzung ein erstes bauliches Konzept für die Lindenschule, das in dieser Form beim Regierungspräsidium (RP) eingereicht werden soll. Der Gemeinderat votierte nach Vorstellung der Pläne einstimmig dafür.

Freilich ist das Konzept noch nicht in Stein gemeißelt. Hintergrund ist vor allem die Frage, ob die Lindenschule in Zukunft anstatt wie bisher drei- dann vierzügig geführt wird. Zwar sind für die Aufnahme des Ganztagesbetriebs ohnehin bauliche Veränderungen am Schulgebäude nötig; eine Vierzügigkeit brächte aber einen noch einmal erweiterten Raumbedarf mit sich, wie Schneider darlegte. Da sich die Frage der Vierzügigkeit derzeit aber noch nicht stellt, sieht das beim RP eingereichte Konzept zunächst eine Konzentration auf Arbeiten im Bestand vor. Dennoch orientiert sich die Planung klar an der Einrichtung von vier Zügen.

Das RP wird nun den tatsächlichen Raumbedarf überprüfen. Thematisiert werden soll ferner, ob die Vierzügigkeit in einem zweiten Bauabschnitt realisiert werden kann. Vorerst konzentriert man sich also auf Umbauten im Hauptgebäude, um pünktlich im September 2018 den Ganztagesbetrieb aufnehmen zu können. Diese Arbeiten sollen während der Sommerferien erfolgen. Die Gemeinde will dafür 430 000 Euro in den Haushalt 2018 einstellen.

Ein eventueller Erweiterungsbau im Zuge der Vierzügigkeit würde den vorhandenen, eingeschossigen Verwaltungsbau der Schule betreffen, also jenen Gebäudetrakt, der von der Hutmattenstraße aus nicht sichtbar ist und „nach hinten“ hinausragt. Er könnte, so die eingereichte Planung, abgerissen und durch ein breiteres, höheres Gebäude ersetzt und über ein neues Treppenhaus angebunden werden. Vor dem Jahr 2019 wird dieses Thema aber nicht aktuell.

Derzeit prüft die Freiburger Behörde das pädagogische Konzept für die geplante Ganztagsschule, wie Sabine Schneider dem Gemeinderat mitteilte. „Die Frage wird sein: Bleibt die Schule dreizügig oder nicht? Daher wollen wir im Gebäudebestand starten, aber zugleich die Chance für einen Anbau schaffen, sofern er benötigt würde“, erläuterte Bürgermeister Tobias Benz das Vorgehen.