Grenzach-Wyhlen Durchstich wäre rasch machbar

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Der links im Bild stehende Werksgeländezaun soll in Richtung der Gebäude versetzt werden, um auf dem Grünstreifen einen öffentlichen Fußweg zum Rhein anzulegen. Foto: Tim Nagengast

Grenzach-Wyhlen (tn). Die von der Gemeinde Grenzach-Wyhlen gewünschte öffentliche durchgängige Grünzone zwischen Grenzacher Ortsmitte/Bahnhof und dem Rheinufer rückt in greifbare Nähe. Eine stufenweise Freigabe steht bevor.

Sobald der Gemeinderat den Bebauungsplan „Rheinvorland-West“ in Satzungsform gegossen und abgesegnet hat sowie der zugehörige städtebauliche Rahmenvertrag unterschrieben ist, will BASF mit der Öffnung des geplanten Korridors beginnen. Dazu werden im ersten Schritt 1,2 Hektar Werksgelände ad hoc freigegeben. „Ein tolles Zugeständnis, ein echter Durchbruch“, wie Bürgermeister Tobias Benz das Entgegenkommen von BASF bewertet.

Provisorischer Weg vom Bahnhof zum Rhein

Der Grünzug befindet sich zwischen den – derzeit ungenutzten, aber bewusst bestehen bleibenden – Gleisanlagen von BASF und der Irgastraße. Noch dieses Jahr könnte – wenn alles klappt und alle Rahmenbedingungen inklusive Satzungsbeschluss erfüllt sind – der Durchstich kommen. BASF würde dazu den Werkszaun entsprechend nach Westen versetzen. Aber zunächst nur so weit, dass die diesseits der Bahnanlage bestehenden und auch noch benötigten Gebäude weiterhin im eingefriedeten Bereich verbleiben werden. Die Fußgänger sollen auf einem provisorischen Spazierweg um die Gebäude herumgeführt werden. Der direkte Weg zum Rhein aus Richtung Grenzacher Bahnhof wird somit also deutlich kürzer.

Grünzug wird zunächst recht schmal

Perspektivisch sieht die Planung vor, den öffentlich passierbaren Grünzug noch deutlich zu verbreitern. Dies kann aber erst dann erfolgen, wenn BASF die diesseits der eigenen Bahngleise stehenden Bauten entfernt. Als Ausgleich sieht der Bebauungsplan „Rheinvorland-West“ neu ein passendes Ersatzbaufenster auf der anderen Gleisseite im industriellen Kernbereich des Geländes vor.

BASF Grenzach-Geschäftsführer George Basrawi stellt jedoch klar, dass bis zu einem Abbruch der Bauten an bestehender Stelle noch etliche Jahre ins Land gehen werden. Nicht zuletzt deshalb, weil es sich dabei um GMP-zertifizierte Lagerflächen sowie um wichtige Energie-Infrastrukturanlagen des Unternehmens handle.

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