Grenzach-Wyhlen (alg). Diese Sportstunde dürfte den Schülern der 10. Klasse der Realschule sowie der 6. Klasse des Lise-Meitner-Gymnasiums noch lange in Erinnerung bleiben. Zu einer Einführung in den Badmintonsport war Nicole Grether, Deutschlands beste Badmintonspielerin und zweimalige Olympiateilnehmerin, mit ihrer kanadischen Partnerin Charmaine Reid in die Sporthalle beim Schulzentrum gekommen.

Mit großem Staunen verfolgten die Schülerinnen und Schüler die Demonstration der verschiedenen Aufschläge, den rasanten Ballwechsel und das Schmettern. Dabei erhielten sie auch noch einen kurzen Einblick in die sportliche Laufbahn von Nicole Grether, die mit acht Jahren zum Badmintonsport gekommen ist und diesen nun professionell ausübt.

Beide Weltklassespielerinnen verstanden es bestens, mit ihrer natürlichen Art die Schüler sowie die Lehrkräfte zu begeistern. Einige besonders Mutige hatten dabei ein besonderes „Aha-Erlebnis“, als sie sich zu einem kurzen Ballwechsel mit der beliebten Sportlerin trafen. Dass dabei auch der eine oder andere Ballwechsel glückte, war ein besonderes Erfolgserlebnis, das von den Mitschülern natürlich mit großem Applaus und Bravorufen bedacht wurde. Auch einige der Lehrkräfte gaben – teilweise erfolgreich – ihren Badminton-Einstand.

Organisiert wurde die besondere Sportstunde von der Sportstiftung Südbaden, die durch Geschäftsführer Dr. Carsten Vogelpohl sowie Vizepräsidentin Heidi Thron vertreten war.

Die Stiftung, die ihre Wurzeln im Raum Lörrach hat, will mit ihren Stiftern und Unterstützern den Nachwuchssport und Talente in der Region fördern. Dies geschieht in enger Abstimmung mit dem Badischen Sportbund Freiburg, dem Olympia-Stützpunkt Freiburg-Hochschwarzwald, den Vereinen und Sportförderinstitutionen.

„Große Talente gibt es auch bei uns“, so der Geschäftsführer. Doch zu viele von ihnen blieben mangels Perspektive und Förderung auf der Strecke oder verwirklichten ihre Ziele nicht in der Region. Sie in dieser zu halten, sei das besondere Anliegen.

Mit ihrer Idee, den Badminton-Sport den beiden Schulen in der Doppelgemeinde nahezubringen, trafen sie auf offene Ohren der Sportlehrer Tobias Milesi und Jörg Schreiber. Auch Manfred Stratz, Schulleiter des Gymnasiums, war von der etwas anderen Sportstunde begeistert.