Grenzach-Wyhlen Erster Schritt für Sanierung

Die Buttenbergschule soll saniert werden. Der Gemeinderat fasste in seiner jüngsten Sitzung den Grundsatzbeschluss zur Realisierung des Projekts. Foto: Manfred Herbertz

Inzlingen (mh). Mit einem einstimmigen Grundsatzbeschluss für den ersten Bauabschnitt machte der Inzlinger Gemeinderat am Dienstag im Wasserschloss den Weg frei für die Sanierung der Buttenbergschule. Bürgermeister Marco Muchenberger sprach von einem bedeutenden Schritt. Schulleiterin Ina Trenkwalder-Lipps dankte im Namen der rund 80 Schüler dem Gemeinderat, das Gebäude aus dem Jahr 1962 auf den neuesten Stand bringen zu wollen.

Die Sanierung wird in drei Abschnitte gegliedert: 2022 soll der Startschuss für die Kernsanierung und die energetische Ertüchtigung des Hauptgebäudes fallen, ab 2024 soll im zweiten Abschnitt das Nebengebäude ertüchtigt werden, der dritte umfasst dann die Neugestaltung der Außenanlagen.

Das Vorhaben wird eines der größten Bauprojekte der jüngeren Geschichte und stellt die Gemeinde vor eine enorme finanzielle Herausforderung, betonte Muchenberger. Die Kostenschätzung von Architekt Sascha Held beläuft sich auf knapp über zwei Millionen Euro. Er erläuterte, man könne mit Zuschüssen in Höhe von rund 660 000 Euro rechnen, so dass schlussendlich etwa 1,4 Millionen Euro von der Gemeinde zu stemmen wären.

Held betonte, dass etliche Räume derzeit nicht optimal nutzbar seien. Es soll auch ein barrierefreier Zugang gebaut werden und ein Aufzug ins Obergeschoss des Hauptgebäudes. Die Barrierefreiheit herzustellen, sei herausfordernd, denn das Gebäude mit seiner Hanglage habe viele Absätze und kleine Treppenstufen, die es zu überwinden gelte. Die Klassenräume seien aber insgesamt auf einem guten Stand.

Die Anpassung des Gebäudes an die pädagogischen Ziele und funktionale Maßnahmen, darunter fallen die Kernsanierung des Erdgeschosses und die Umstrukturierung des Verwaltungsbereichs, wurden mit 58 700 Euro veranschlagt, weitere 614 000 Euro hat der Planer für energetische Maßnahmen ermittelt. Darunter fallen unter anderem der Austausch von Fensterelementen, die energetische Ertüchtigung der Dachfläche und die Dämmung der Fassade. Der Aufzug schlägt mit rund 88 000 Euro und die Sanierung von Heizung und Lüftung mit weiteren 224 000 Euro zu Buche, auf 392 000 Euro werden die Baunebenkosten veranschlagt. Dazu kämen weiter 40 000 Euro für eine Interimslösung zur Unterbringung der Schüler während der Sanierung. Der zweite Bauabschnitt wurde auf 127 000 Euro und der dritte auf 275 000 Euro geschätzt.

Im Ratsrund stieß die Planung auf Zustimmung. Es sei gut, dass man die Schule jetzt angeht, sagte Thilo Glatzel (SPD). Er wies aber auch auf das Risiko hin, dass sich das Projekt infolge von Kostensteigerungen noch verteuern könne.

Als nächste Schritte werden jetzt die Anträge für die Fördergelder gestellt.

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