Grenzach-Wyhlen Feuchter Start mit Abstandsgebot

Grenzach-Wyhlen - Mit 75 Kindern ist die „Stadt der Kinder“ auf dem Wyhlener Turnplatz erneut ausgebucht. Allerdings liefen die ersten beiden Tage durch den Regen entsprechend gehemmter als in den Vorjahren. Zwei Zelte wurden am Wochenende durch das kurze Unwetter sogar beschädigt, kurz nachdem sie am Samstag aufgebaut wurden.

Lange Zeit war nicht klar, ob das Jugendreferat der Gemeinde zusammen mit dem Förderverein Kinder, Jugend und Kultur das diesjährige Kinderferienprogramm laufen lassen kann. Doch die Verantwortlichen um Jugendreferent Christoph Richter und Alexandra Pfeifer, pädagogische Leitung des Vereins, konnten nach Erstellung und Überarbeitung eines entsprechenden Hygienekonzepts grünes Licht für diese und die kommenden Wochen geben. Zum dritten Mal macht die „Stadt der Kinder“ den Auftakt der Betreuungswochen.

Mittagessen gibt es in zwei Schichten

Aufgrund des Abstandsgebots muss das Mittagessen in der großen Halle allerdings in zwei Schichten eingenommen werden. Das gemeinsame Frühstück musste gar ganz gestrichen werden. Während der Mittagspause haben die Standbetreuer alle Tische zu desinfizieren, regelmäßiges Händewaschen, vor allem zu Beginn des Tages und vor dem Essen, sind für alle Beteiligten obligatorisch. Gelegentlich erinnern die acht Erwachsenen sowie die neun unterstützenden Schüler die Kinder an die Regelungen, spätestens wenn sich kleine Grüppchen bilden.

Sechs verschiedene Stationen zur Auswahl

Über den Tag können die Kinder zwischen sechs verschiedenen Stationen wählen. Damit die sechs- bis zwölfjährigen Teilnehmer sich nicht an einer Stelle bündeln, müssen sie auf dem „Rathaus“ eine Arbeitsgenehmigung für die Station erwerben.

Währung: Zehn „Zwerge“ sind ein „Riese“

Dort können sie dann entweder stundenweise oder ganztägig einer Aufgabe nachgehen und sich von der verdienten Währung – in diesem Jahr sind zehn Zwerge ein Riese – etwas kaufen. Hoch im Kurs dabei die Kreativwerkstatt mit Sandra Sprissler, die jeden Tag ein anderes Bastelangebot vorbereitet hat.

„Ich konnte die Corona-Zeit im Frühjahr gut nutzen für Anschauungsobjekte“, erläutert Sprissler, während die zehnjährige Emilia eine Pappmaché-Figur anmalt. „Zuhause wäre es jetzt langweilig, hier ist es toll“, fasst die Teilnehmerin die ersten Tage – trotz Regens – zusammen. Neben den selbst modellierten Figuren gab es die Möglichkeit zum Bemalen von Steinen. Arbeiten mit Specksteinen, Seife herstellen sowie das Anmischen von Schleim und Knet sind für den weiteren Wochenverlauf geplant. Das Erschaffene wird dann am Wochenende an die anderen Teilnehmer „verkauft“, oder die Produzenten können sich vom Lohn – eine Stunde gibt einen Riesen – die Werkstücke kaufen.

Demokratische Wahlen am ersten Tag

Ganz demokratisch wurden am Dienstag einige Entscheidungen getroffen. Der vierköpfige Gemeinderat und die Bürgermeister wurden gewählt. Aus fünf Entwürfen wählten die Kinder das Stadtwappen, und nach einem Aufruf in der Zeitung des Medienzentrums wurde über den Namen der Stadt abgestimmt. Am Ende setzte sich „Kids City“ durch, wie Medienzentrumsleiter Manfred Herbertz erläuterte.

Bankraub liefert die erste Schlagzeile

Die erste Schlagzeile lieferte bereits am Montag ein „Bankraub“, dessen Täter zeitnah sogar identifiziert werden konnte. „Da die Bank noch geschlossen war, fiel der reiche Teilnehmer entsprechend auf“, erläuterte eine Bürgerin auf Nachfrage unserer Zeitung schmunzelnd.

Keine Frage: In der „Stadt der Kinder“ gibt es bis Freitag noch einiges zu erleben

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