Grenzach-Wyhlen Großes „Hallo“ für Pfarrer Burk

Dekanin Bärbel Schäfer führte Daniel Burk, den neuen Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Wyhlen, am Sonntag mit einem feierlichen Gottesdienst ins Amt ein. Foto: Manfred Herbertz Foto: Die Oberbadische

Die zweijährige Vakanz an der evangelischen Kirchengemeinde in Wyhlen ist vorüber. Pfarrer Daniel Burk hat die Nachfolge von Anette Metz angetreten. Am Sonntag wurde der neue Pfarrer im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes in der Friedenskirche offiziell von Dekanin Bärbel Schäfer in sein neues Amt eingeführt.

Von Manfred Herbertz

Grenzach-Wyhlen. Die Freude in der evangelischen Kirchengemeinde Wyhlen ist groß, dass die Vakanz nun ein Ende und die Gemeinde wieder einen „eigenen“ Pfarrer hat. Der Gottesdienst am Sonntagnachmittag war gut besucht, und Kirchengemeinderatsvorsitzender Clemens Moser freute sich, dass so viele Gläubige an diesem sonnigen Nachmittag gekommen waren. Er würdige die Arbeit der Haupt- und Ehrenamtlichen, die sichergestellt hätten, dass die Kirchengemeinde auch während der Vakanz funktioniert habe.

Dekanin überreicht Ernennungsurkunde

Dekanin Schäfer überreichte Pfarrer Burk die Ernennungsurkunde des Landesbischofs. Auch sie bedankte sich bei allen, die in der Vakanz Dienst geleistet und dazu beigetragen hatten, die Gemeinde weiterhin mit Leben zu füllen. Namentlich nannte sie vor allem Pfarrer Alfred Klassen, der die Vertretung innehatte, sowie Clemens Moser und Ulrike Grether vom Kirchengemeinderat.

„Es wird vom Himmel regiert, und Gott lässt uns nicht fallen“, zitierte Schäfer den Theologen Karl Barth und rief die Gläubigen dazu auf, die Hoffnung nicht sinken zu lassen. An Daniel Burk gerichtet, sagte sie: „Sie haben sich mit Ihrem Beruf die Hoffnung zu eigen gemacht.“ Ddamit wolle er zusammen mit den Menschen eine Antwort finden auf das alles, was sie bewegt. In einer zunehmenden Entfremdung vieler Menschen von der Kirche gelte es, gut begründet von der Hoffnung zu sprechen. „Möge die christliche Tradition uns Kraftquelle bleiben“, sagte die Dekanin, bevor sie zusammen mit dem Kirchengemeinderat den neuen Pfarrer segnete.

Gruß- und Dankesworte von vielen Seiten

Burk sprach in seiner Predigt davon, dass Jesus augenscheinlich die Verbindung zu seiner Familie abgebrochen habe, weil er andere Menschen als Brüder und Schwestern bezeichnet hatte. Damit habe Jesus viel mehr seine Familie erweitert. Das Verbundenheitsgefühl schaffe neue Größe, sagte Burk. Damit gehöre jeder in der Gemeinschaft zur Familie. Und er betonte: „Egal, wer er oder sie ist, eine Gemeinde muss offen bleiben für andere Menschen.“

Im Anschluss an den Gottesdienst bestand im Pfarrgarten die Gelegenheit, mit dem neuen Pfarrer ins Gespräch zu kommen. Bürgermeister Tobias Benz hieß den Geistlichen willkommen und sprach davon, dass es auch wichtig sei, der Kirche ein Gesicht zu geben. Michael Oertlin von der katholischen Kirchengemeinde sprach von einer gelebten Ökumene in der Gemeinde und von gemeinsamen Leuchtturmprojekten. Pfarrer Alfred Klassen rief seinem Amtskollegen zu: „Ich freue mich sehr, dass du da bist.“ Gemeinschaftspastor Thomas Herdecker von der Chrischonagemeinde versprach ein gedeihliches Miteinander.

Pfarrer Daniel Burk ist 31 Jahre alt. Aufgewachsen ist er in Mundelsheim im Kreis Ludwigsburg. Sein Abitur legte er 2007 am Gymnasium in Besigheim ab. Burk absolvierte von 2008 bis 2014 an der Universität in Heidelberg das Studium der Theologie und legte danach in Tübingen sein Examen ab. In Haiterbach bei Nagold leistete er sein Vikariat, den Probedienst in Überlingen und Pfullendorf. Burk bewarb sich danach auf die vakante Stelle in Wyhlen. Im August ist er mit seiner Frau Judith Kern in die Doppelgemeinde gezogen. Sie ist selbst Theologin und ordinierte Pfarrerin. Derzeit promoviert sie an der Universität Basel.

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