Grenzach-Wyhlen Herausforderungen fest im Blick

Bestens besucht war der Neujahrsempfang der Gemeinde im Haus der Begegnung. Foto: Manfred Herbertz Foto: Die Oberbadische

Grenzach-Wyhlen - In den Mittelpunkt seiner Ansprache stellte Bürgermeister Tobias Benz am Samstagabend beim traditionellen Neujahrsempfang der Doppelgemeinde die Herausforderungen, denen sich Grenzach-Wyhlen in den nächsten Jahren stellen muss. Dabei lenkte er besonders den Blick auf die Entwicklung der Gemeinde und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum.

Mehr als 300 Gäste waren ins Haus der Begegnung gekommen. Darunter auch der Ehrenbürger der Gemeinde, Dr. Erhard Richter, Altbürgermeister Hans-Joachim Könsler sowie viele Amtsträger wie MdB Armin Schuster, MdL Sabine Hartmann-Müller, der Rheinfelder OB Klaus Eberhardt, die Bürgermeister Philipp Schmid (Efringen-Kirchen) und Marco Muchenberger (Inzlingen) sowie Kreis- und Gemeinderäte. Über die Grenze waren die Gemeindepräsidenten von Riehen, Hansjörg Wilde, und von Bettingen, Patrick Götsch gekommen.

In seiner Rede schlug Benz einen weiten Bogen, beginnend von den Herausforderungen, vor denen Europa im Angesicht der bevorstehenden Wahlen steht, über die Wohnraumnot bis hin zu den Kindertagesstätten im Ort.

Wohnraum

Als eine der größten kommunalpolitischen Herausforderungen sieht Benz die Wohnraumversorgung. Die Zahl der nach bezahlbaren Wohnungen suchenden Menschen steige. Dem will die Gemeinde mit der Schaffung von preiswertem Wohnraum begegnen. Denn die Wohnraumversorgung gehöre zu den wichtigsten Standortfaktoren. Bei allem Zuzugsdruck wolle man jedoch nicht um jeden Preis bauen, sondern auch auf die städtebauliche Qualität achten, betonte Benz. So soll der Kapellenbach-Ost ein sozial durchmischtes Quartier mit hoher Aufenthaltsqualität werden. Gerade angesichts des weiteren Wachstums sei die Bewahrung der Identität der Gemeinde von zentraler Bedeutung. Deshalb gelte es, zuziehende Familien zu integrieren.

Industrie

Nicht ohne Stolz blickte Benz auf die am Ort ansässigen Weltfirmen. Er freute sich über Millioneninvestitionen, die zum Beispiel Roche am Standort tätigt. Er verhehlte aber auch nicht die Probleme, die mit der Altlastensanierung verbunden sind. Man werde weiter für den Totalaushub des Perimeters 2, der auf BASF-Areal liege, kämpfen, sagte er unter lautem Beifall der Gäste.

Finanzlage

Zudem streifte der Bürgermeister die Finanzlage. Finanzielle Altlasten seien aufgearbeitet, wichtige Etappenziele erreicht. Dennoch hänge eine mögliche Gewerbesteuerrückzahlung von bis zu 25 Millionen Euro wie ein Damoklesschwert über der Kommune.

Abschließen dankte Benz allen, die sich im Gemeinwesen für die Allgemeinheit einbringen. Allen voran die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, die sich im vergangenen Jahr bei mehr als 100 Einsätzen bewährt hatte.

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