Grenzach-Wyhlen Kein Durchmarsch für Anträge

Der Gemeinderat Grenzach-Wyhlen hatte sich auch mit Bauangelegenheiten zu beschäftigen (Symbolfoto). Foto: Die Oberbadische

Grenzach-Wyhlen -  Über vier Bauanträge und eine Bauvoranfrage hatte der Gemeinderat Grenzach-Wyhlen in seiner jüngsten Sitzung zu entscheiden. Auch wenn sie in der Tagesordnung der Sitzung weit hinten rangierten, gab es kein schnelles Durchwinken. Ohne weitere Fragen wurde zwar der Antrag für den Anbau an einem Wohnhaus in den Talmatten bestätigt.

Für den Antrag zur Errichtung eines Zweifamilienhauses in der Kraftwerkstraße aber gab es doch Einwände. Das große Projekt füge sich nicht in die Umgebungsbebauung ein. Mit elf Gegenstimmen wurde dieser Antrag abgelehnt.

Auf Zuspruch, auch wegen der recht ideenreichen Architektur, stieß der Antrag zum Bau zweier Einfamilienhäuser an der Neufeldstraße. Es gab nur eine Enthaltung.

Lange diskutierten die Gemeinderäte über den beabsichtigten Anbau an ein Mehrfamilienhaus. Damit würde einer der noch wenigen noch vorhandenen, sehr geringen Abstände in der Häuserreihe verschwinden. Rund 28 Meter lang wäre dann die Fassade nur eines Hauses. Auch die massive Gebäudefront, die damit zur Südseite hin entstehen würde, fand viel Ablehnung und Kritik. Ein Einwand verwies darauf, dass bei anderen Bebauungen auf Erhaltung vorhandener Grünzüge geachtet werde. Hier aber soll ein ohnehin schon schmaler Grünbereich verschwinden. Allerdings wurde auch darauf verwiesen, dass die Südfront weniger bedeutsam wird, weil dort die neue Bundesstraße entsteht. Bei vier Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen wurde dem Antrag doch noch zugestimmt.

Die Bauvoranfrage für ein Einfamilienhaus am Tüllinger Weg fand ebenfalls Widerspruch. Einmal, weil der Bauherr entgegen der dort bisher üblichen Form ein Flachdach ausführen möchte, aber auch, weil das Baufenster auf dem Grundstück verschoben werden soll. Angeregt wurde, gerade bei der Dachform innerhalb der vorhandenen Satteldächer keine Ausnahme zuzulassen. Bürgermeister Tobias Benz teilt die Abstimmung in zwei Themen. Das Flachdach erhielt bei nur drei Gegenstimmen eine Zusage. Die Voranfrage erhielt je acht Zu- und Gegenstimmen, nach der Kommunalordnung gilt sie damit als abgelehnt.

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