Grenzach-Wyhlen Kelten könnten Neubau verzögern

Rolf Rombach
Die „Löwen“-Brandruine vom 13. Dezember 2017 ist bereits seit einiger Zeit weg. Unter dem angrenzenden Hof könnten noch historische Funde schlummern, vermutet der Grenzacher Experte Bernhard Greiner.Archivfoto: Rolf Rombach Quelle: Unbekannt

Mit den auf dem Grenzacher „Löwen“-Areal geplanten Neubauten geht es nicht so schnell voran wie erhofft. Grund sind – wie so oft in der Doppelgemeinde – wieder einmal mögliche Hinterlassenschaften aus der Antike, die im Boden schlummern könnten.

Von Rolf Rombach

Grenzach-Wyhlen. „Haben wir uns einen Schurken eingefangen oder weshalb hat der Neubau am ehemaligen Löwen in Grenzach noch nicht begonnen?“ erkundigte sich Zuhörer Willi Halfter kürzlich leicht provokativ im Gemeinderat über die Lage der Baustelle an der Markgrafenstraße in Grenzach. Seine Sorgen, auch bezogen auf den geplanten Wegzug des Unternehmens aus Rheinfelden, teilten Bürgermeister Tobias Benz und Gemeinderat Heinz Intveen nicht. Wie der Rathauschef mitteilte, seien archäologische Grabungen veranlasst worden, was Intveen erläuterte: „Neben den römischen Funden wurden 1984 auch keltische Funde in dem Gebiet gemacht, weswegen ich um Klärung bat. Der ehrenamtliche Archäologe Bernhard Greiner ist ebenfalls involviert seitens der Denkmalpflege“, berichtete Intveen in Richtung seiner Ratskollegen und des Zuhörers.

Auf Rückfrage unserer Zeitung berichtet der einheimische ehrenamtliche Beauftragte des Landesamts für Denkmalpflege, dass ein direkter Kontakt zwischen der Behörde und der Baufirma bestehe. Greiner schließt nicht aus, dass zwischen der Römervilla, deren Hoftor in Höhe der heutigen Kronacher Straße lag, und der Durchgangsstraße ein römische Brandgräberfeld gelegen haben könnte. Der Bereich neben dem abgerissenen Gebäude wäre die letzte Möglichkeit, wo sich noch unbekannte Funde verbergen könnten, weil das Umfeld bereits mit tiefen Fundamenten bebaut wurde, hält Greiner fest.

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