Grenzach-Wyhlen „Lisetimes“ erwacht zu neuem Leben

Schulleiter, Mentor und Redaktionsteam (stehend von links): Direktor Frank Schührer, Gregor Schmeja, Lena Thoma, Emily Darda, Lara Klatzka, Svenja Ranke, Tom Pfeiffer und Malte Ranke sowie (sitzend von links) Janina Mattes, Sarah Blümel und Frederica Hoffmeier. Foto: Willi Vogl

Grenzach-Wyhlen - Die „Lisetimes“ erwacht zu neuem Leben. Nach mehrjähriger Pause erscheint in der kommenden Woche eine Neuauflage der Schülerzeitung des Lise-Meitner-Gymnasiums.

„Wir sind eine Gemeinschaft“, hatte Schulleiter Frank Schührer bei seiner Antrittsrede im Sommer 2017 sein pädagogisches Credo vorgestellt. Damit eröffnete er für Schüler und Lehrer am Lise-Meitner-Gymnasium (LMG) kreative Lern- und Entfaltungsmöglichkeiten auch jenseits der obligaten Stundenpläne. Prompt meldeten sich daraufhin zwei Schüler der damaligen 6. Klassen mit der Idee einer Schülerzeitung bei ihm. Schnell fand sich neben sieben weiteren Schülern mit Gregor Schmeja auch ein betreuender Lehrer für das Projekt. Erste Berichte und Dokumentationen entstanden bereits zu den Projekttagen 2018.

Neuauflage erscheint nächste Woche

Die Schülerzeitung „Lisetimes“ gab es bereits vor etwa vier Jahren. Sie erscheint nun nächste Woche in einer Neuauflage im dreispaltigen Format und einem Umfang von acht DIN A4-Seiten.

„Können und Lust am Schreiben“ seien laut Schmeja entscheidende Kriterien für die journalistische und redaktionelle Arbeit der Schüler. Gern bringt sich der Deutschlehrer am LMG als Mentor mit einem abschließenden redaktionellen Blick ein, da er in diesem klassenübergreifenden Projekt die Chance sieht, „sowohl journalistische Formen zu trainieren als auch selbstbestimmte Schülerthemen zu befördern“.

„Ähnlich wie das Projekt der Schülermentoren oder das aktuelle künstlerisch-kommunikative Musical-Projekt fördert die Schülerzeitung soziale Kompetenzen“, macht Schulleiter Schührer auf Bildungsaspekte im weiteren Sinne aufmerksam. Spaß und Freude am Lernen jenseits vorgegebener Lernstrukturen seien wichtige Voraussetzungen für die Identifikation mit der Schule. Dabei dürfen Berichte aus dem Schulleben durchaus auch kritisch ausfallen.

"Cooles Projekt"

„Das ist ein cooles Projekt. Mich interessiert zu schreiben, was so passiert“, teilt Malte, einer der beiden Jungs aus der 7. Klasse, seine Motivation mit. Neben seinem Bericht zum Vorlesewettbewerb zeigen die überwiegend weiblichen Zeitungsmacher in der anstehenden Ausgabe ihre Sicht auf weitere Höhepunkte des Schullebens. So wird es von Sarah ein Interview mit dem Heimatgeschichtsforscher Kurt Paulus zum Zeitzeugenprojekt geben, und von Emily wird ein Bericht zur Theateraufführung von Hermann Hesses „Steppenwolf“ zu lesen sein.

Wenngleich die Zeitungsarbeit der Schüler nicht zwangsläufig in einen journalistischen Beruf münden muss, werden damit doch Fähigkeiten trainiert, die einen Eintritt in die schreibende Zunft erleichtern. Emilys Projekt „Fantasy-Buch“ könnte so parallel zu ihrem geplanten Biologiestudium den entscheidenden Kick bekommen.

Neben den Berichten aus dem Schulleben haben die jungen Redakteure für die zukünftigen Ausgaben auch Kurzprosa, Comic-Zeichnungen und Gedichte im Blick. Welche Schreibtalente sich hinter der „Lisetimes“ verbergen, kann man bereits in der Erstausgabe nächste Woche feststellen.

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