Grenzach-Wyhlen Mehr Choreografie als Kampf

Die Schauspieler der LMG-Musical-Company werden mitreißende Fechtszenen zeigen. Damit alles unfallfrei abläuft, hat Peter Meyer mit den Jugendlichen das Bühnenfechten intensiv geprobt. Foto: Manfred Herbertz

Grenzach-Wyhlen - Das neue Stück der Musical Company des Lise-Meitner-Gymnasiums „3 Musketiere“ feiert morgen Abend Premiere. Die Darsteller werden auf der Bühne der Hochrheinhalle aber nicht nur singen und tanzen, sondern auch fechten. Mit Peter Meyer haben sie sich dafür einen Profi geholt.

Wie es sich für ein ordentliches Mantel- und Degenstück gehört, werden auf der Bühne atemberaubende Fechtszenen geboten. Um authentisch zu wirken, mussten die Akteure lernen, den Degen richtig zu führen, ohne das Gegenüber in reale Gefahr zu bringen.

Hier kommt Peter Meyer ins Spiel. Der Fecht- und Kampfausbilder für Musik und Theater bezeichnet sich selbst als „Generalist“. Er übte mit den Jugendlichen die Kampfkunst ein. Wobei es sich beim Bühnenfechten eher um eine exakt ausgefeilte Choreografie als um realen Kampf handelt.

Wie Meyer betont, wird jeder Hieb geübt. „Es ist kein Kampf, es ist ein Tanz miteinander, ein Spielen.“ Und das unterscheidet das Bühnenfechten vom Fechten auf der „Planche“ (Fechtbahn). Denn auf der Bühne geht es um das Miteinander.

„Ein guter Bühnenfechter ist noch lange kein guter Wettkämpfer“, verdeutlicht Meyer, denn die Motivation sei doch sehr unterschiedlich. Und: „Wenn wir sie einfach nur so draufloshauen ließen, bräuchten wir jede Menge Schauspieler.“

Mit den Jugendlichen wurden die Fechtszenen Schritt für Schritt einstudiert. „Es sind kleine Päckchen, die man immer wieder übt. Erst, wenn das erste passt, wird das nächste geschnürt“, betont Meyer. Zunächst werden Fußhaltung und Schritte trainiert, dann die Paraden und Angriffe. Daraus entwickeln sich die Szenen, die für den Zuschauer zwar gefährlich aussehen, aber doch durch und durch kontrolliert sind. Meyer achtet darauf, dass auch allzu viel Motivation zurückgenommen wird, ohne das Tempo dabei zu drosseln.

Schon während der Proben auf Schloss Ortenberg Anfang dieses Jahres haben sich die Rollenverteilungen ergeben. Alisia Jovanovic hat die Rolle des Aramis übernommen, Cosimo Petruzzi kämpft in der Rolle des Hauptmann Rochefort gegen die Musketiere. Meyer, und Spielleiter Thomas Vogt bestätigen dabei Alisia eine enorme Bühnenpräsenz: „Schon vor ihrem Blick müssten die Gegner eigentlich davonlaufen.“

Alisia und Cosimo sind von ihrer Rolle begeistert. Es sei toll, wie Meyer sie mitgenommen und angeleitet habe, sagen sie einmütig und zücken ihre Degen. In der Tat, die Kostprobe, die sie bieten, ist beeindruckend und weiß zu überzeugen.

Auch Peter Meyer sowie Ulrike und Thomas Vogt sind zufrieden. Die erste Hauptprobe am Sonntag sei hervorragend gelaufen, und so schaue man zuversichtlich der Premiere entgegen.

Wie Thomas Vogt weiter betont, sei das Mitwirken an dem Musicalprojekt für alle Mitwirkenden eine großartige Chance zur Persönlichkeitsbildung.

Premiere des Musicals „3 Musketiere“ ist am Donnerstag, 18. Juli, 20 Uhr, in der Hochrheinhalle. Weitere Aufführungen sind Freitag, Samstag und Sonntag, jeweils um 20 Uhr. Karten gibt es noch für alle vier Vorstellungen über: www.musketiere.musical-lmg.de/tickets sowie am Donnerstag, 18. Juli, von 17 bis 18.30 Uhr in der Gemeindebücherei Grenzach, Jacob-Burckhardt-Straße 8.

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