Grenzach-Wyhlen Metzgete der Nasenrümpfer-Hexen-Clique Wyhlen

Peter Ade
Die Wyhlener Nasenrümpfer-Hexen sind aus der Fasnacht nicht wegzudenken. Gerne überrascht die Clique an den Umzügen auch mit ihren originellen Sujetwagen. Unsere Aufnahme entstand beim Wyhlener Nachtumzug 2016. Foto: Tim Nagengast

Grenzach-Wyhlen (pad). Der Countdown läuft und damit die Vorfreude auf ein Jubiläum: Zum 30. Mal findet am morgigen Samstag und am Sonntag die beliebte Metzgete der Nasenrümpfer-Hexen-Clique statt. Gefeiert wird auf dem Turnplatz in Wyhlen. In der beheizten Festhalle ist Festbetrieb am Samstag ab 17 Uhr. Die Fortsetzung folgt am Sonntag um 11 Uhr.

Nach coronabedingter längerer Pause wagt die traditionsreiche Fasnachtsclique aus der Doppelgemeinde sozusagen den Neustart. Alles ist bestens vorbereitet, damit die zahlreich erwarteten Besucher aus Stadt und Land vergnügliche Stunden und kulinarische Genüsse erleben und genießen können. Festwirte und Hobby-Köche versprechen im Vorfeld, ihr Bestes zu geben, damit alle Gäste voll auf ihre Kosten kommen und in harmonischer Runde das Wochenende ausklingt. Es gibt Schlachtplatte, Blut- und Leberwürste sowie „Neue Wii“ und natürlich auch alkoholfreie Getränke.

Musik mit „Sax & Key“

Apropos Klang: Der Clique ist es gelungen, neben der Kunst der Köche auch musikalische Kunst anzubieten. Am Samstagabend sorgt die Band „Sax & Key“ für Live-Musik in der Festhalle. Weit über die Grenzen hinaus bekannt und beliebt sind die beiden Entertainer und Saxofonisten Jürgen Hässler und Jürgen Fochler. Sie stehen im Ruf, Vollblutmusiker zu sein, die Musik leidenschaftlich gut und professionell ausüben.

Langjährige Erfahrung und ein umfassendes Repertoire verschiedener Musikrichtungen ermöglichen es Jürgen & Jürgen, bei Veranstaltungen in Hotels, Restaurants, Tanzlokalen, Hallen, Festzelten, Galas, Modeschauen, aber auch an Hochzeiten sowie Geburtstagen auf die Gäste und Veranstalter bestens einzugehen.

„Sax & Key“ verbindet gepflegte, gediegene, aber auch fetzige Unterhaltungs- und Tanzmusik, bis hin zur ultimativen Partystimmung – immer gespielt mit guter Laune und humorvollen Showeinlagen. Die Jungs verleihen somit ihren Auftritten eine unverkennbare Note. Sie werden mit Sicherheit auch die Besucher der Metzgete vom Hocker reißen.

Die Nasenrümpfer-Hexen-Clique ist also bestens vorbereitet auf die beiden festlichen Tage. Dafür bürgt das engagierte Team um den neuen Vorsitzenden Christian Schneider und dessen Stellvertreterin Melanie Guhl. Mit engagierten Kolleginnen und Kollegen – auch aus den Reihen der tüchtigen Passivmitglieder – hat man sich über Wochen hinweg intensiv auf das Event vorbereitet.

Zur Geschichte

Am 6. Januar 1959 gründeten zehn junge Männer aus Wyhlen die Fasnachtsclique. Rolf Beha hatte seinerzeit die Idee mit dem „Nasenrümpfer“. So entstand eine Gestalt, wie sie im schwäbisch-alemannischen Raum nicht noch einmal vorkommt. Laut Gründungsurkunde ist der Vater der Narr und die Mutter heißt Fasnacht.

Im Jahr 1968 wurden schließlich die Hexen als Clique gegründet. Noch im gleichen Jahr schlossen sie sich den Nasenrümpfern an. Daraus entstand die bis heute bestehende Fasnachtsformation „Nasenrümpfer-Hexen-Clique“. Über viele Jahre hinweg war die Nasenrümpfer-Hexen-Clique die einzige Gruppe im Verband Oberrheinischer Narrenzünfte mit zwei unterschiedlichen Hästrägern. In einem Rückblick schrieb der langjährige Cliquenchef Mario Wichmann, dass man vor allem den Gründungsmitgliedern – Gisela Röther, Eugen Ebner, Ditmut Söll, Trudi Söll, Luitgard Fehrenbach, Christel Retz und Johann Lütte – sehr zu Dank verpflichtet sei. Ihnen sei es zuzuschreiben, dass man heute zusammen sei und dass man so viele schöne Dinge erleben durfte. Im Jahr 2018 wurde das 50-jährige Besten in großem Rahmen gefeiert.

An Fasnacht ist die Truppe stets bestens drauf und überrascht an den Umzügen Jahr für Jahr mit aufwändigen, originellen Sujetwagen. Doch leider wurde die Clique infolge der Corona-Pandemie in die Zwangspause geschickt.

Nach drei Jahren kann jetzt wieder die Metzgete auf dem Turnplatz stattfinden. Die Narren freut’s – und ihre vielen Gäste bestimmt auch.

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