Grenzach-Wyhlen - Wohnraum ist ein knappes Gut, Büroflächen aber auch. Und nicht jeder Existenzgründer kann und will gleich zu Beginn seiner Selbständigkeit ein eigenes Büro mieten. „Co-Working-Space“ ist das Zauberwort.

Mieten auf Zeit, geteilte Räume und dadurch minimierte Kosten machen das Projekt interessant, das die Gemeinde Grenzach-Wyhlen jetzt in den von der Baugenossenschaft für die gemeindeeigene Wohnungs- und Grundstücks GmbH angemieteten Räumen in der Gartenstraße 20 realisieren will.

„Wir haben damit eine echte Lücke gefüllt“, ist sich Bürgermeister Tobias Benz sicher. Beim Pressegespräch erläuterten Benz, Wirtschaftsförderin Silke d’Aubert, Jutta Ibert-Polizzi, Geschäftsführerin der Wohnungs- und Grundstücks GmbH und Daniel Kuny, Geschäftsführer der Baugenossenschaft Grenzach-Wyhlen, das im Rahmen der kommunalen Wirtschaftsförderung lancierte Projekt. Geschaffen wurden vier Büroarbeitsplätze, die man ab Januar flexibel anmieten kann.

Nach dem Zusammenschluss der beiden Baugenossenschaften wurden die im Genossenschaftsbesitz befindlichen Büroräume der ehemaligen BGW in Wyhlen an der Gartenstraße frei. Die Gemeinde mietete die Räume dann für die Wohnungs- und Grundstücks GmbH an.

Mieten bereits ab einem Tag möglich

Wie Bürgermeister Benz betonte, benötigt die Kommune aber nicht alle Räume. So wurde der Gedanke, nachdem Anfragen aus der örtlichen Industrie nach Büroräumen auf Zeit an die Verwaltung herangetragen wurden, konkret angegangen. Es seien viele Detailfragen zu klären gewesen, räumt Jutta Ibert-Polizzi ein. Man habe aber anhand von Beispielen in der Umgebung, wo das Projekt „Co-Working-Space“ schon klappt, Erfahrungen eingeholt.

Jetzt stehen vier vollständige Büroarbeitsplätze zur Verfügung, zusätzlich kann je nach Bedarf auch ein Besprechungsraum dazugemietet werden. Die Mietzeiten sind flexibel. So gibt es je nach Bedarf Tages-, Fünfer-, Zehner- und Monatstickets. Interessant sind die Co-Working-Spaces für Neugründer oder für Selbständige, die nicht dauerhaft einen eigenen Arbeitsplatz benötigen. Hinzu komme, dass die Lage der Büroräume in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof geradezu ideal sei, sagte d’Aubert.

Neben dem eigentlichen Arbeitsplatz stehen den künftigen Co-Working-Nutzern im Rahmen der Miete ein Internetzugang sowie ein WLAN-fähiger Drucker zur Verfügung. Die Benutzung einer Teeküche ist ebenso miteingeschlossen wie eine Postannahmestelle.

  • Die Vermietung erfolgt über Jutta Ibert-Polizzi, Tel. 07624/32 109. Sie ist jeden Donnerstag von 14 bis 16 Uhr anwesend, parallel zur Sprechstunde für die Mieter der gemeindeeigenen Wohnungen.