Grenzach-Wyhlen Neuer Spieletreff etabliert sich

Rolf Rombach
Spielen verbindet: Organisator Manuel Ficht (rechts) freut sich riesig, dass der von ihm initiierte Spieletreff im Grenzacher Familienzentrum von Beginn an erfolgreich ist. Foto:  

Seit Februar gibt es den „Spieleabend für Erwachsene“ im Familientreff „Alte Apotheke“ in Grenzach. Unsere Zeitung hat sich das neue Angebot „für Große“ einmal angeschaut. Es findet an jedem ersten und dritten Dienstag im Monat statt.

Dienstag, kurz nach 19 Uhr: Der Autor dieses Artikels betritt die Grenzacher Außenstelle des Familienzentrums Rheinfelden. Im vorderen Bereich sitzen noch die „Flinken Finger“ der Arbeiterwohlfahrt zusammen, stricken und reden miteinander. Im hinteren Bereich wartet schon Manuel Ficht. Der junge Mann hat mit dem Spieleabend eine Anregung von Tilo Levante aufgegriffen, der früher in seinen Geschäftsräumen ab und zu Brettspiele vorstellte. Man kam ins Gespräch. Und Levante schlug Ficht vor, es doch mal im Familienzentrum zu probieren. Mit Erfolg.

Locker und entspannt

Seitdem begrüßt Ficht hier zweimal monatlich Gleichgesinnte, die einen gemütlichen Abend mit Brettspielen verbringen wollen. Auf einer Bank liegen schon zahlreiche Klassiker und neuere Spiele bereit. Während der „Gastgeber“ Rede und Antwort zu den ersten Fragen steht, betritt Gudrun Ludwig den Raum. Die 67-Jährige ist im vergangenen Jahr nach Wyhlen gezogen und sucht Anschluss. Den bekommt sie postwendend und wird an den Tisch eingeladen, wo gerade das erstes Spiel ausgepackt wird. Daniele Castriotta ist seit dem ersten Termin regelmäßig dabei und übernimmt die Erklärung der Regeln. Schon geht es los.

Während die ersten vier Besucher am Spielen sind, kommen nun Stück für Stück weitere Gäste dazu. Diese schnappen sich zum Auftakt „Lucky Lachs“ – ein „bewegendes“ Kartenspiel, bei dem die Spieler gelegentlich auch die Plätze tauschen, sich abklatschen oder die Faust geben. Das hebt direkt die Laune und man wird miteinander warm.

Die „Flinken Finger“ sind in der Zwischenzeit fertig und die zehnköpfige Gruppe zieht in den vorderen Raum der Apotheke. Mit „Tempel des Schreckens“ geht es gemeinsam weiter. Hier muss geblufft werden, um Schatzsucher in die Irre zu führen. Für viele Teilnehmer ist das Spiel neu, doch Manuel Ficht erklärt es gut – und nach der ersten Runde wissen alle Bescheid.

Distanz ist schnell weg

Während der Spiele kommen die Menschen miteinander ins Gespräch. Zum Teil kennen sie sich noch gar nicht. Doch die Stimmung ist sofort sehr vertraut. Es werden mitgebrachte Knabbereien ausgetauscht. Bis zum grob angesetzten Ende von 22 Uhr vergeht die Zeit im Fluge. Alle sind sich einig, beim nächsten mal wieder dabeisein zu wollen.

Aktuell werden die meisten Spiele noch von den Teilnehmern mitgebracht. Deswegen hofft man beim Familienzentrum, vielleicht die eine oder andere Spielspende bekommen zu können, die dann auch anderen Gruppierungen zur Verfügung steht.

Mit Begeisterung dabei

„Meine Kinder sind für manche Spiele noch zu jung. Meine Frau ist nicht immer für Brettspiele zu begeistern“, erläutert Ficht. Ähnlich geht es Michael (55) aus Herten, dessen Kinder bereits Erwachsen sind. Er hatte vor einiger Zeit den Aushang zum Spieleabend an der Bibliothek gesehen, ging aus Interesse hin und war nun bereits zum zweiten Mal dabei. „Bisher habe ich nur neue Spiele kennengelernt“, sagt er dennoch zufrieden und packt sein mitgebrachtes Spiel wieder ein. Beim nächsten Mal soll dieses dann zum Einsatz kommen.

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