Grenzach-Wyhlen Neue Sportart soll sich etablieren

Sprungelemente gehören zu den Höhepunkten der Sportart Parkour, wie Julian Kühn (Mitte) eindrucksvoll zeigt. Gemeinsam mit Alex Neuschütz (links) und Luca Haberer trug er im Jupa seinen Wunsch nach einer Sportanlage vor. Foto: Rolf Rombach

Grenzach-Wyhlen - Die noch recht junge Sportart Parkour gewinnt auch in Grenzach-Wyhlen immer mehr Freunde. Nun werden immer mehr Stimmen laut, diesen Sportlern eine eigene Anlage zur Verfügung zu stellen.

James Bond zeigte in der Auftaktverfolgungsjagd von „Casino Royale“ eine bis dahin wenig bekannte Sportart: Parkour. Während der Gegner des Filmhelden elegant durch ein Baustellengebäude flüchtete und von Wand zu Wand zum Teil sprang, blieb der Agent aber eher grob. Doch Parkour-Sportler gibt es nicht nur im Film, auch in Grenzach-Wyhlen erfreut sich die Bewegungskunst zunehmender Beliebtheit, wie Julian Kühn, Luca Haberer und Alex Neuschütz im Jugendparlament am Mittwoch vorstellten.

Beispiele in Basel

Aktuell ist die Gruppe noch als Projekt beim Turnerbund Wyhlen angesiedelt. So war es bisher zum Teil auch möglich, die Hochrheinhalle zum Training zu verwenden. Seit der coronabedingten Schließung bleiben den Sportlern derzeit nur die gegebenen Hindernisse im öffentlichen Raum zum Trainieren.

„Wenn wir an der Lindenschule unsere Sprünge üben, müssen wir zuvor mit dem Handbesen Sand und Steine wegfegen, damit wir nicht ausrutschen. Eine eigene Anlage wäre sicherer, da dort der nötige Halt gegeben wäre“, erläuterte Kühn den Wunsch der Gruppe. Eine wachsende Community gehe bereits dem Sport nach.

Mit Verweisen auf Freiburg, wo im vergangenen Jahr eine Outdooranlage fertiggestellt wurde, und Basel, wo mit Spenden eine Sporthalle in Mischnutzung mit weiteren Trendsportarten derzeit im Bau sei, unterstrichen sie den Bedarf. Zwar gebe es im Landkreis Lörrach einige Parkour-Kurse, allerdings noch keine Übungsanlagen.

Wie sehr das Thema den drei Sportlern am Herzen liegt, zeigt das bereits erbrachte Engagement für den Bau einer Anlage in Grenzach-Wyhlen. Bei Bürgermeister Tobias Benz stießen die Parkour-Fans bereits auf offene Ohren, der den bisherigen Sportplatz Wyhlen als möglichen Standort vorschlug und um Einbeziehung des Jugendparlaments bat.

Baukosten wohl zwischen 40 000 und 60 000 Euro

Dieses erhielt nun einen sehr umfangreichen Projektvorschlag nach persönlicher Prüfung verschiedener Möglichkeiten. „In Waldshut ist die Anlage bereits veraltet. Rindenmulch als Unterlage ist nicht geeignet, und an den Kletterelementen aus Holz holt man sich Sprießen. Wir haben uns viel angeschaut und bieten nun unsere Expertise für die Planung an“, sagten Kühl, Haberer und Neuschütz.

Von Jupa-Seite gab es dafür eine einstimmige Unterstützungszusage, das Thema weiterzuverfolgen und mit Fürsprache im Gemeinderat vorzutragen. SPD-Gemeinderätin Katja Schäfer sicherte die Unterstützung ihrer Fraktion zu, wollte aber wissen, mit welchem preislichen Rahmen die Gemeinde zu rechnen habe. „Unser Wunsch wäre eine Anlage mit zehn auf zehn Metern. Nach Angaben einer Spezialfirma müsste man hier mit 40 000 bis 60 000 Euro rechnen.“

Bürgermeister Tobias Benz merkte an, dass das Thema optimal im Zeitplan für das Budget 2022 sei und ergänzte – mit einem Augenzwinkern – zum Standortvorteil an der Solvaystraße: „Immerhin sind wir nicht im europäischen Vogelschutzgebiet. Das könnte die Sache beschleunigen.“

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