Grenzach-Wyhlen „Neues Herz“ für den Campus

Mit dem Durchschneiden des Bands wurde die Eröffnung des neue FRITZ vollzogen (v. l.): Tobias Benz, Roche Finanzchefin Eve Bader, Hagen Pfundner, André Hoffmann sowie Emanuel Christ. Foto: Manfred Herbertz

„Mit dem FRITZ bekommt unser Campus zum 125-jährigen Jubiläum von Roche ein neues Herz, in dem der Pioniergeist von Gründer und Namensgeber Fritz Hoffmann fortlebt“, sagte Hagen Pfundner, Vorstand der Roche Pharma AG und Geschäftsführer Roche Deutschland Holding GmbH, bei der Einweihung des 60 Millionen-Euro-Projektes am Mittwoch.

Von Manfred Herbertz

Grenzach-Wyhlen. Nach zweijähriger Bauzeit hat die Roche ihr neues Multifunktionsgebäude FRITZ eingeweiht. Dieses setzt durch seine durchdachte Architektur und Raumaufteilung neue Maßstäbe. An der Feier nahmen pandemiebedingt nur eine reduzierte Anzahl von Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, dem Projektteam und dem Konzernumfeld teil – unter ihnen André Hoffmann, der Urenkel von Roche-Gründer Fritz Hoffmann und Vizepräsident des Verwaltungsrats der F. Hoffmann-La Roche AG, Bürgermeister Tobias Benz, sowie Emanuel Christ, vom Architekturbüro Christ & Gantenbein.

„Wir setzen einen neuen technologischen Standard am Standort, bekennen uns zum Thema Nachhaltigkeit und öffnen den Campus – durch das Wegfallen von Zäunen und Mauern – hin zur Gemeinde“, betonte Pfundner. „Das FRITZ ist die architektonische Übersetzung der neuen Arbeitswelt im 21. Jahrhundert.“

Insgesamt hat Roche am Standort 80 Millionen Euro in die Hand genommen, neben 60 Millionen Euro für das FRITZ wurden 20 Millionen Euro in die technische Ertüchtigung der Gebäude sowie in die Gestaltung der Freigelände investiert: „Wir wollen den Campus grüner machen“, sagte Pfundner.

Ein Grußwort der Landeswirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Krauth wurde per Video eingespielt. Sie bezeichnete die Gesundheitsindustrie neben dem Auto als Leitindustrie für Baden-Württemberg. Der Neubau sei ein klares Bekenntnis zum Standort.

Dass das neue Gebäude den Namen seines Urgroßvaters trägt, berühre ihn sehr, betonte André Hoffmann. Er sagte, es sei die Maxime von Roche, „Grenzen zu überwinden und Neues für die Zukunft zu schaffen“.

Er machte zudem deutlich, dass das Familienunternehmen nicht nach kurzfristigem Gewinn strebe: „Wir wollen ein Unternehmen führen, dass eine langfristige Wertschöpfung ermöglicht.“ Grenzach sei ein Ort mit dem Roche historisch eng verbunden sei. Die deutsche Niederlassung, die nur ein Jahr nach der Gründung in Basel 1887 eingetragen wurde, spiele eine zentrale Rolle innerhalb des Konzerns. Auch erneuerte Hoffmann das Bekenntnis von Roche zur Nachhaltigkeit, so sei die Sanierung der Altlast der Keßlergrube zu einem Vorzeigeprojekt in der Altlastensanierungen für ganz Deutschland geworden.

Bürgermeister Benz sprach von einem tollen Ergebnis, das mit der Realisierung des FRITZ erreicht worden sei und gratulierte zum Mut, diese kreative Vision auch umzusetzen. „Wir sind stolz darauf, nicht nur Standort sondern auch mit Keimzelle von Roche zu sein“, fuhr Benz fort, der das neue Projekt als einen „beeindruckenden Leuchtturm, der Maßstäbe setzt“.

Benz lobte zudem die nachhaltige Sanierung der Keßlergrube, was sich positiv auf die gesamte Region auswirke. Roche habe mit dem „FRITZ“ einen städtebaulichen Akzent gesetzt, und er sei sicher, dass die Gemeinde mit dem Projekt der „Neuen Mitte Grenzach“ einen Gegenpol setze, so dass sich beide Projekte gegenseitig befruchten.

Pfundner hatte zuvor die Öffnung des Geländes – „150 Meter Zaun sind weg“ – als Signal an die Gemeinde bezeichnet. Architekt Emanuel Christ erläuterte die Gedanken zur Gebäudearchitektur: „Manche würden sagen, es ist einfach eine Box, aber es ist eine Magic Box“.

ZEITUNG lesen, MEINUNG bilden, WÄHLEN gehen! Jetzt 4 Wochen für einmalig ab 4 Euro lesen.

  • Bewertung
    3

Umfrage

Corona-Test

Diese Woche soll eine neue Corona-Verordnung verabschiedet werden, die ab einem Grenzwert eine 2G-Regel (geimpft/genesen) vorsieht? Was halten Sie davon?

Ergebnis anzeigen
loading