Grenzach-Wyhlen Nur „zweieinhalb Grenzacher“ waren da

Zu ihren traditionellen He­ringessen trafen sich die Narren der Rolli-Dudel-Zunft im katholischen Gemeindehaus. Foto: Herbertz

Grenzach-Wyhlen - Bei den Narren ist Endspurt angesagt. Am Dienstag neigte sich die fünfte Jahreszeit dem Ende zu, die mit der Fasnachtsverbrennung am Abend ihren Abschluss fand.

Bei der Narrenzunft Rolli-Dudel Wyhlen ist es gute Tradition, dass sich die Akteure am Mittag des Fasnachtsdienstags zum Heringessen im katholischen Gemeindehaus treffen, um ein letztes Mal Kraft zu tanken, damit die Energie noch bis zur Verbrennung des Puzzimummels reicht. Es wäre ja eine Tragödie, wenn man als gestandener Narr auf der Ziellinie schwächeln würde.

So füllte eine mehr oder minder muntere Schar den Saal, unter den Gästen neben Bürgermeister Tobias Benz auch, wie Narrenmeister Ralf Gentner mit scharfem Blick feststellte, „zweieinhalb Grenzacher“.

Das Mahl wurde gewürzt mit Beiträgen der Schnitzelbänkler, die tags zuvor schon beim Mählsuppelöffle in Grenzach ihre Verse und Moritaten zum Besten gegeben hatten. Auch Annette Grether, diesmal voll bunt und nicht in Markgräfler Tracht, machte den Rolli-Dudel ihre Aufwartung mit einigen launigen Worten. Uwe Eckert sinnierte bei seinem Heimspiel auf der Bühne im Gemeindesaal über das Verhältnis der Wyhlener zu den Grenzachern – oder war das etwa umgekehrt? Die Freibänkler sangen zudem in ihrer „Schlachtplatte“ von so manchem Missgeschick.

An Rande des Heringessens zog Narrenmeister Gentner ein erstes Resümee der zu Ende gehenden Fasnachtskampagne. Er sei sehr zufrieden mit dem Verlauf. Es habe alles gut geklappt, der Samstagsball unter dem Motto „voll bunt“ sei ein toller Erfolg gewesen. „Wenn man in eine gute Band investiert, dann wird das auch honoriert“, sagte er. Bis auf einige wenige, kleine Zwischenfälle sei die Fasnacht insgesamt sehr friedlich verlaufen, freute sich der Narrenmeister. Mit dem Nachtumzug am Rosenmontag habe man großes Wetterglück gehabt. Beim anschließenden Ball in der Hochrheinhalle wurde das närrische Publikum von einem professionellen DJ unterhalten, die gesamte Veranstaltung wurde sogar im Radio übertragen.

Kritik an zu vielen „Bumm-Bumm-Wagen“

Manchem waren allerdings die „Bumm-Bumm-Wagen“ ein Dorn im Auge, die beim Nachtumzug mit Ballermannklängen samt ohrenbetäubender Lautstärke mitfuhren, sagte Gentner. Man wolle sich im nächsten Jahr genau anschauen, ob man derartige Gruppen noch einmal einlade.

Insgesamt blickt Gentner auf eine „glückselige“ Fasnacht mit vielen Höhepunkten zurück. Auch die erstmals mit der Narrenzunft Grenzach durchgeführte Veranstaltung in der Hochrheinhalle sei ein Erfolg gewesen.

Bürgermeister Tobias Benz zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden mit dem Verlauf der Fasnacht. „Es hat Spaß gemacht, und es waren tolle Veranstaltungen, die weitgehend friedlich blieben“, resümierte er. Das Sicherheitskonzept greife gut. Besonders froh war Benz, dass man den Nachtumzug trotz anfänglicher Bedenken wegen des Sturms doch habe starten lassen.

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