Grenzach-Wyhlen Ohne Spenden geht es nicht

Grenzach-Wyhlen - Das ökumenische Jugendbüro „10plus“ hat mit einem bunten Rahmenprogramm sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. Die Gäste freuten sich über musikalische Einlagen, Interviews, einen Rückblick und einen „World-Café- Workshop“. „10plus“ ist das einzige ökumenische Jugendbüro in Deutschland.

Gefeiert wurde im evangelischen Gemeindehaus in Grenzach. Dort präsentierten der ökumenische Jugendausschuss, der ökumenische Jugendkreis, der Jugendtreff „Yellow Box“, die Pfadfinder, die Schülermentoren und natürlich „10plus“ selbst ihre Arbeit.

Bewaffnet mit brennenden Wunderkerzen und den Klängen von „Happy Birthday“ eröffnete die Vorsitzende des ökumenischen Jugendausschusses, Brigitte Lindemann, das Geburtstagsfest. Daran nahm eine Vielzahl von Gästen teil, darunter auch die Pfarrer Uwe Schrempp und Alfred Klassen.

Auf die Anfänge des ökumenischen Jugendbüros, das Klassen einzigartig nannte, erinnerten sowohl er selbst als auch der ehemalige Vorsitzende des Ökumenischen Jugendausschusses, Michael Oertlin. Pfarrer Klassen sagte, dass die Idee für das Jugendbüro nach einer Visitation aufgekommen sei. Danach habe man jedoch zunächst mehrere Jahre darüber diskutiert, wie man ein solches ökumenisches Jugendbüro realisieren könne. Dabei sei man allzu oft auch verzweifelt gewesen, blickte Klassen zurück. Am Ende sei aber etwas Gutes entstanden. Als besonders bedeutsam erachtete er, dass das ökumenische Jugendbüro von unten heraus entstanden und nicht von einer übergeordneten Stelle gefordert worden sei.

In ähnlicher Weise äußerte sich auch Michael Oertlin. Er begrüßte ganz besonders die beiden früheren Jugendreferentinnen, Sarah Kiefer und Manuela Stückle-Gouget, die extra zum Geburtstag gekommen waren und über ihren Erfahrungen in Grenzach-Wyhlen berichteten.

Jugendreferentenstelle wird ausgeschrieben

In Interviews mit Vertretern des ökumenischen Jugendkreises sowie mit den ehemaligen Jugendreferentinnen wurde deutlich, wie wichtig eine dauerhafte Besetzung der Jugendreferenten-Stelle ist. Nicht nur, damit ein Ansprechpartner für die Jugendlichen da ist, sondern auch jemand, der oder die die Belange der Jugendlichen koordinieren könne und organisatorische Aufgaben übernehme. Dies gelte auch für die Vernetzung mit anderen Organisatoren.

Einige der Anwesenden betonten die große Lücke, die durch den Weggang von Stückle-Gouget und dann Kiefer entstanden sei. Doch Brigitte Lindemann verbreitete Hoffnung. Sie sagte, man habe mittlerweile die finanziellen Mittel zur Verfügung, um die Stelle der ökumenischen Jugendreferentin im Herbst zu 50 oder 80 Prozent – befristet für zunächst zwei Jahre – ausschreiben zu können. Zur dauerhaften Finanzierung sei man aber weiterhin dringend auf Spenden angewiesen. Zwar beteiligen sich die Kirchen auch an der Stellenfinanzierung, doch komme man um das Einwerben von weiteren Geldern nicht herum. Laut Oertlin gibt es in dieser Angelegenheit zudem Gespräche mit dem erzbischöflichen Ordinariat.

Im Rahmen eines „World-Cafés“ konnten sich die Gäste des Jubiläumsfestes über die Arbeit der unterschiedlichen Jugendgruppierungen informieren und auch eigene Anregungen einbringen. Daneben sorgte ein Quiz mit Fragen rund um das ökumenische Jugendbüro „10plus“ für Unterhaltung.

Musikalisch umrahmt wurde das Fest von Enna Fosseler und Annika Tschöpe. Ein gemeinsames Singen initiierte Pastoralreferent Michael Kleinert.

Für das Büfett zeichnete das Catering-Team des Jugendtreffs „Yellow Box“ verantwortlich.

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