Grenzach-Wyhlen Power-to-Gas-Anlage kommt voran

Rolf Rombach
Die bereits bestehende Power-to-Gas-Anlage aus dem Jahr 2018 soll auf der anliegenden Wiese (rechts) eine Erweiterung um fünf Megawatt erhalten. Foto: Rolf Rombach

Die mehrfach angekündigte Erweiterung der Wasserstoffproduktion am Kraftwerk Wyhlen geht auf die nächste Etappe. Nach ausführlicher Vorinformation durch die durchführende Firma Energiedienst hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend im Haus der Begegnung die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes mit den Bauvorschriften zur zweiten „Power-to-Gas“-Anlage beschlossen.

Von Rolf Rombach

Grenzach-Wyhlen. Konkret soll neben der bereits bestehenden Versuchsanlage aus dem Jahr 2018, welche eine Leistung von einem Megawatt hat, eine Erweiterung mit einer Elektrolyseleistung von fünf Megawatt errichtet werden. Wie die Gemeindeverwaltung betonte, soll die komplette Anlage im eingefriedeten Bereich des Firmengeländes errichtet werden. Neben der eigentlichen Produktionstechnik soll es weitere Speicher und Abfüllstationen geben. Dazu käme die entsprechende Leit- und Informationstechnik.

„Wir wollen keinen Automatismus schaffen. Deswegen gibt es das gestufte Vorgehen“, betonte Bürgermeister Tobias Benz. So werden am 13. und 14. Dezember zunächst die Fraktionen und anschließend die Anwohner in einer Abendveranstaltung über das weitere Verfahren durch Energiedienst informiert.

„50, 80 oder 100 Megawatt wäre ein Faktor, bei dem die Anlage in ein Industriegebiet gehört. Aber durch die EEG-Verordnung ist der grüne Wasserstoff außerhalb des eigenen Grundstücks noch nicht wettbewerbsfähig“, entgegnete Benz geäußerten Vorschlägen, die „Power-to-Gas“-Anlage solle besser in Grenzach im Bereich der BASF angesiedelt werden. Wie Christin Biermann vom Bauamt mitteilte, werde noch geprüft, ob durch die Erweiterung die Anlage relevant für die Störfall-Verordnung werde.

„Wir haben das Ziel, die Anlage in die Gemeinde zu integrieren. Beispielsweise durch Nutzung des Wasserstoffs für die Busse oder Fahrzeuge des Werkhofs“, äußerte Tobias Benz den Wunsch nach Nutzung des in Wyhlen produzierten Wasserstoffs vor Ort.

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