Grenzach-Wyhlen Reise durch die Welt der Musicals

Die Oberbadische, 01.07.2018 15:12 Uhr

Als erste stiegen die Mitglieder der Musical Company des Lise-Meitner-Gymnasiums an der neuesten Haltestelle der „Linie 38“ aus und präsentierten eine fulminante Show zum Beginn des dreitägigen Stopps im Gewerbegebiet Fallberg in der Produktionshalle von „Broetje Automation“.

Von Manfred Herbertz

Grenzach-Wyhlen. Zum achten Mal schon hat das Projekt „klassikanderswo“, das aus der verrückten Idee heraus entstand, an ungewöhnlichen Orten mit klassischer Musik aufzutreten, „anderswo“ Station gemacht. Drei Tage lang gastierte „klassikanderswo“ bei Broetje Automation“, und es wurde schnell deutlich, die Endstation ist hier noch lange nicht. Die umtriebigen Organisatoren Peter Weber und Georg Dettweiler haben den Kopf noch voller Ideen für seltsame, schräge und ungewöhnliche Orte, welche die „Linie 38 und „klassikanderswo“ ansteuern könnten.

Das Gelände von Broetje Automation erwies sich am Wochenende als ein idealer Ort zum Feiern. Es herrschte auf dem Gelände bei hochsommerlichen Temperaturen beinahe südländisches Flair, und Richard Müller, Werkleiter von Broetje, zeigte sich mit seinem Team als ein toller Gastgeber. Inmitten von imposanten Maschinen für den Flugzeugbau wurde das Motto greifbar: „klassikanderswo hebt ab“.

Die Musical Company des LMG trug ihren Teil dazu bei, dass es ein gelungener Start wurde. Rund 200 begeisterte Gäste verfolgten den Auftritt der jungen Sängerinnen und Sänger, die von einer professionellen Band begleitet wurden.

Unter der Leitung von Ulrike und Thomas Vogt nahm die Musical Company ihre Gäste mit auf eine äußerst unterhaltsame Reise durch die Welt der Musicals. Ob Mamma Mia oder Grease, ob Jesus Christ Superstar, ob Burlesque oder Footloose: Es war eine sehr unterhaltsame Show. Schon beim ersten Lied sprang der Funke aufs Publikum über, das am Ende nicht mit Applaus geizte.

Die jungen Sängerinnen und Sänger zeigten sich gut disponiert und brachten ihre Songs auf einem hohen Niveau dar. Dazu beigetragen haben auch die Solisten des Abends, darunter drei ehemalige Mitglieder der Company, die Schwestern Anuschka und Natascha Gooneratne sowie Kim Vanessa Schmidt, die inzwischen eine Gesangssolisten-Ausbildung absolviert hatten. Das ging dann schon nahe an Profiqualität.

Begeistert hatte auch der junge Elvis Bejtovic, der unter anderem mit dem Jailhouse-Rock des legendären Elvis Presley die Halle rockte. Von Anfang herrschte eine ausgelassene, fröhliche Stimmung, zu der der unbefangene und frische Auftritt des Chores beitrug.

Am Ende eines großartigen Konzertabends stand der gefeierte Abba-Titel „Thank You for the Music“. Und auf dem Freigelände klang der Abend bei dem einen oder anderen kühlen Getränk aus. Einziger kleiner Wermutstropfen: Der Abend hätte noch weitaus mehr Zuhörer verdient.