Grenzach-Wyhlen Rheinwanderweg bleibt weiterhin zu

Im Bereich der Grenzacher Salzlände ist der Rheinuferbereich zugänglich, jedoch nur für ein Stück. Ab dem Salzländeweg ist der Weg bis zur Rheinallee gesperrt. Foto: Die Oberbadische

Grenzach-Wyhlen - Inzwischen hört man von ihm mehr Redebeiträge im Gemeinderat als von manchem Mandatsträger: Willi Halfter. Auch jüngst hatte der Stammgast des Gremiums eine Frage und mehrere Vorschläge.

Rheinwanderweg

Seit bald zehn Jahren ist der 1500 Meter lange Rheinwanderweg zwischen der alten Linde an der Rheinallee und dem Salzländeweg gesperrt. Zunächst wegen der Vorbereitungen zur Sanierung der Keßlergrube, dann wegen der unsicheren Lage aufgrund von Biberverbissen. „An vielen Stellen gibt es schöne Entwicklungen durch unseren Werkhof. Aber der Ausbau des gesperrten Weges wäre wünschenswert“, läutete Halfter sein Anliegen ein und schloss mit dem Vorschlag, die Etappe dann nach dem jüngst verstorbenen Günther Holl zu benennen.

Halfter bedauerte, dass der Weg im aktuellen Ortsplan der Gemeinde Grenzach-Wyhlen nicht mehr vorhanden sei, und regte zumindest eine Machbarkeitsprüfung an.

Bürgermeister Tobias Benz bestätigte, dass dies eine wünschenswerte Idee sei. Allerdings gebe es große juristische Hürden. Das Gebiet befinde sich eigentumsrechtlich im Mischbesitz. Neben der Gemeinde gehört der Abschnitt zum Teil dem Land sowie privaten Eigentümern, die zum Teil eine öffentliche Freigabe nicht wünschten, erläuterte Benz.

Schon vor seinem Amtsantritt habe zudem die Haftpflichtversicherung der Gemeinde die Wiedereröffnung des Weges abgelehnt, da er nicht verkehrssicher sei. „Den Terminus ‚auf eigene Gefahr‘ kennt das deutsche Rechtssystem leider nicht mehr, auch wenn ich das nicht gut finde“, offenbarte der Rathauschef. Eine Ertüchtigung käme zudem auf einen mittleren sechsstelligen Kostenfaktor.

„Ochsen“-Planung

Halfters zweiter Punkt fand ebenfalls sein Verständnis im Gremium, wenngleich der Zuhörer weniger diplomatische Worte für die Planungen für den Wyhlener „Ochsen“ fand. „Das ist keine Rücksichtnahme auf die Umgebung. Der Entwurf ist eine Vergewaltigung der Gegend.“ Er bat um eine Nachverhandlung mit dem Architekten für ein sensitiveres Planen.

Tobias Benz erläuterte, dass aufgrund des fehlenden Bebauungsplans die Möglichkeiten der Gemeinde begrenzt seien. „Erzwingen zu guter Architektur geht leider nicht.“ Allerdings werde – gemäß dem Signal des Technischen Ausschusses – das Gespräch mit dem Planer gesucht. „Es war eine Voranfrage, da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen“, versuchte der Rathauschef zu beruhigen.

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