Grenzach-Wyhlen - Allen Umleitungs-, Verbotsschildern und Sperrbaken zum Trotz versuchen etliche Autofahrer, über den derzeit gesperrten Grenzübergang am Grenzacher Horn zu fahren. Bauarbeiter und Verkehrsdienstmitarbeiter müssen sich beiderseits der Grenze einiges anhören.

Dienstagvormittag am Grenzübergang Hörnle: Weithin sichtbar ist das Areal abgesperrt, ein Mobilkran ragt in die Höhe. Er steht bereit, um beim Eintreffen der Betonteile das neue Zollgebäude zusammenzufügen. Auf dem südlichen Gehweg schlängeln sich Fußgänger und Radfahrer an der Baustelle vorbei – dieser Weg ist frei. Wenn ein Rollerfahrer den Motor abschaltet, darf auch er sein Gefährt durchschieben. Doch mehr kommt am Bauzaun nicht vorbei.

Unzählige Autos fahren trotzdem an die Grenze

Obwohl die Sperrung bereits vor Wochen angekündigt worden war, obwohl mit mehreren Schildern entlang der Bundesstraße 34 darauf hingewiesen wird und auf allen Wegweisern das Ziel „Basel“ gut sichtbar gestrichen wurde, fahren unzählige Autos trotzdem an die Grenze. Selbst die auf Höhe der Aldi-Filiale aufgestellte Sperrbake samt Verbotsschild hält viele Autofahrer nicht davon ab, dennoch bis an die Grenze vorzufahren.

Die Sicherung der Baustelle hat wie schon bei den vorangegangenen Vollsperrungen die Basler „Daru-Wache“ übernommen. Immer wieder werden den Mitarbeitern Beschimpfungen entgegengeworfen, wenn sie Autofahrern erklären, dass eine Durchfahrt nicht möglich sei. Dabei sind es auf deutscher Seite keineswegs nur Schweizer Autofahrer, die uninformiert an der Grenze ankommen, auch sehr viele Einheimische scheinen alle Hinweise weder gelesen noch gehört zu haben.

Inzlingen? Nie gehört.

Einer der Posten konnte es im Gespräch mit unserer Zeitung überhaupt nicht fassen, wie wenig manche Autofahrer über die unmittelbare Umgebung zu wissen scheinen. Viele wüssten mit seinem Tipp, die Baustelle über Riehen und Inzlingen zu umfahren, überhaupt nichts anzufangen. Inzlingen? Nie gehört.

Laut Mitteilung der zuständigen Behörden bleibt der Grenzübergang am Hörnle noch bis morgen, Donnerstag, 5.30 Uhr, gesperrt. Sollten die Arbeiten vorher abgeschlossen sein, soll der Verkehr sogar schon früher fließen können.