Grenzach-Wyhlen Vorlieferraupe sorgt für Sicherheit

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Am Steilhang zwischen Hornfelsen und dem Riehener Weg sind die Holzarbeiten gefährlich und aufwendig. Foto: Heinz Vollmar

Grenzach-Wyhlen (mv). Holzerntearbeiten sind durchaus gefährlich. Vor allem in unwegsamen Gebieten, an Steilhängen und in der Nähe von Wohnbebauungen sind daher höchste Sicherheitsstandards einzuhalten.

Wie dies in der Praxis geschieht, kann man derzeit am Riehener Weg zwischen dem Grenzacher Rippel und dem Riehener Hörnlifriedhof beobachten. In diesem steilen Bereich findet ein sogenannter Verkehrssicherungshieb statt, um den vielbefahrenen Fuß- und Radweg sowie die unterhalb davon liegenden Häuser vor umstürzenden Bäumen zu schützen.

Dass dazu nicht nur erfahrene und umsichtig arbeitende Holzfäller vonnöten sind, sondern auch Spezialmaschinen, erklärte bei einer Vorort-Exkursion Forstrevierleiter Markus Dischinger. Er ließ bereits vor den Arbeiten nicht nur den Riehener Weg sperren, sondern auch den Wanderweg, der vom Hornfelsen hinab zum Zentrum der Fällarbeiten führt. All dies geschah mit Absprache der schweizerischen Kollegen. Darüber hinaus wurden Umleitungsempfehlungen ausgeschildert.

Im Mittelpunkt des Verkehrssicherungshiebs steht das Fällen dürrer Bäume. Vor allem Eschen, aber auch ausgetrocknete Buchen sind davon betroffen. Sie drohen im Steilhanggebiet abzustürzen. Dass dies in der Vergangenheit öfter geschah, kann man auf dem steilen Fußweg vom Hornfelsen hinab in Richtung Riehener Weg sehen. An diesem exponierten Südwesthang hätten sich die Wetterfolgen aus der Burgundischen Pforte extrem auf den Baumbestand ausgewirkt, wie Dischinger erklärte. Die warme Sonneneinstrahlung sowie mediterrane Warmluft hätten dazu geführt, dass oberhalb des Riehener Weges viele Bäume der Trockenheit zum Opfer fallen, brechen oder auch samt Wurzeln aus dem Steilhang gerissen werden.

Ein oder zwei Schlagräume

Mit Hilfe einer sogenannten Vorlieferraupe, die ferngesteuert werden kann, sorgen die Holzfäller zurzeit dafür, dass die zu fällenden Bäume zum Hang hingezogen werden und nicht auf die weiter unten liegenden Häuser oder auf den Riehener Weg stürzen können. Dazu werden Stahlseile an den Bäumen befestigt, bevor die Raupe hydraulisch die tonnenschweren Bäume zu sich oder zum Hang hin zieht. Die Raupe selbst wird zuvor mit dicken Bändern an oberhalb stehenden Bäumen befestigt, damit sie nicht selbst den steilen Abhang hinuntergezogen wird.

Wie Dischinger sagt, ist ein Bergen der Bäume aus dieser schwierigen Topografie wirtschaftlich ohne Sinn, so dass man sie liegen lassen müsse. Lediglich in unmittelbarer Nähe des Riehener Weges sollen ein bis zwei Schlagräume geerntet werden.

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