Grenzach-Wyhlen Was der Boden wohl alles preisgibt?

Ein spezieller Bagger wird den Oberboden bis zu einer Tiefe von 50 Zentimetern abtragen.  Foto: zVg

Grenzach-Wyhlen - Nachdem die Gemeinde Grenzach-Wyhlen im Erschließungsgebiet „Kappellenbach-Ost“ archäologische Funde aus der Römerzeit gemacht hat (wir berichteten ausführlich), untersucht das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) nun auch die Baustelle der künftigen Ortsumfahrung Wyhlen (B 34 neu).

Vor dem Beginn der Bauarbeiten für die Überdeckelung der Solvaystraße wird deshalb ab Montag, 29. März, im Vorfeld auf einer Fläche von etwa 30 000 Quadratmetern der Untergrund untersucht. Auch an der zukünftigen Brücke über den Ruschbach rund um den alten Sportplatz finden archäologische Sondierungen statt, wobei dort eine Fläche von rund 3000 Quadratmetern betroffen ist. Die Untersuchungen sollen rund sechs Wochen dauern, heißt es aus dem Regierungspräsidium Freiburg.

Das LAD, das im Regierungspräsidium Stuttgart ansässig und für die Sondierungsarbeiten zuständig ist, erläutert weiter, dass mit einem ungezahnten Böschungslöffel eines Baggers die oberen Schichten des Oberbodens bis zu einer Tiefe von rund ca. 50 Zentimetern und in jeweils Zehn-Meter-Streifen regelmäßig abgetragen werden, um zehn Prozent der Fläche begutachten zu können. Soweit Kulturdenkmale gefunden werden, sollen sie freigelegt und dokumentiert werden.

Notfalls „Rettungsgrabung“

Die Arbeiten werden vom Landesamt für Denkmalpflege durch ein Team des „Projekt flexible Prospektion“ (PfP) durchgeführt. Sollten größere beziehungsweise komplexere Befundsituationen zum Vorschein kommen, müssten spezialisierte Firmen für eine „Rettungsgrabung“ beauftragt werden, schreibt das RP Freiburg.

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