Grenzach-Wyhlen Weiter Weg zur Energiewende

SB-Import-Eidos
Der Energieverbrauch kommunaler Einrichtungen soll weiter sinken. Foto: Tim Nagengast

Das Ziel der kommunalen Klimaneutralität scheint zumindest in Grenzach- Wyhlen noch in der Ferne zu liegen, obgleich die Fraktionen im Gemeinderat sich einig sind, bis 2040 liefern zu wollen. Das ist zumindest die Bilanz nach dem Bericht von Sanierungsmanagerin Christine Wegner-Sänger und Fachplaner Frank Moosmann im Gremium.

Grenzach-Wyhlen (rom). Insgesamt wurde bemängelt, dass von Gesetzgeberseite zwar Ziele vorgegeben würden, allerdings den Kommunen keine Hilfsmittel zur Verfügung gestellt werden. Moosmann stellte zunächst die Auswirkung der zuletzt getroffenen Maßnahmen vor. Das nicht repräsentative erste Corona-Jahr 2020 zeigte sich wenig überraschend mit teils deutlichen Verbrauchsrückgängen. Bis zu 20 Prozent weniger Strom wurden damals verbraucht.

Bis 2019 wurde ein Strommehrverbrauch von sieben Prozent im Vergleich zu 2015 festgestellt. Ob dieser mit der Digitalisierung der Schulen zusammenhängt, konnte FDP-Rat Tilo Levante aber nur spekulieren. Durch Blockheizkraftwerke und Fotovoltaik konnte eine Eigenbedarfsdeckung von 20 Prozent erreicht werden; die produzierte Strommenge deckte 35 Prozent des Bedarfs. 30 Prozent mehr Wärme sowie acht Prozent mehr Wasser wurden im Vierjahreszeitraum verbraucht.

Im Bereich des Brennstoff- und Wärmeverbrauchs ist im Verhältnis zum Ausgangswert von 3900 Megawattstunden im Jahr 2006 nur ein minimaler Rückgang verzeichnet worden. Allerdings änderte sich die Verteilung der Brennstoffe durch eine Verdopplung des Dampfbezugs über die Firma DSM, wodurch die gleichwertige Menge Erdgas eingespart werden konnte. Der Wasserbezug konnte im gleichen Zeitraum von 16 300 Kubikmeter auf 12 700 Kubikmeter (2019) gesenkt werden, allerdings bedeutete das eine Steigerung zu 2015 (11 700 Kubikmeter).

Als Empfehlung gab Moosmann dem Gremium daher mit, ein besseres Monitoring des jeweiligen Verbrauchs durch Hausmeister und geeignete Zähler zu forcieren. Damit sollen unter anderem Leckagen früher entdeckt werden. Durch Verbesserungen im Wärmeschutz bei Bestandsgebäuden, mehr Einsatz von Blockheizkraftwerken, Fotovoltaik und Wärmepumpen sowie Optimierungen von Anlagen soll nach Moosmanns Ausführung eine Klimaneutralität bis 2040 angestrebt werden.

Bezüglich der Versorgungsverträge erläuterte Wegner-Sänger, dass die mehrjährigen Verträge zu Gaslieferungen aufgrund der aktuellen politischen Situation die Bestellung auf drei Tranchen aufgeteilt werde. Für 2023 erfolgt die Bestellung zum Ende dieses Jahres. Der Zeitraum 2024/2025 soll später erfolgen, um einen günstigeren Durchschnittspreis erreichen zu können.

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