Grenzach-Wyhlen Wer bestellt, bezahlt

 Foto: Rolf Rombach

Grenzach-Wyhlen - Viele Jahre war die Ortsumfahrung und Verlagerung der Bundesstraße 34 ein Traum der Anwohner und Durchpendler.

2018 wurde mit der Unterführung von der Basler Straße zum Rhein Richtung Zoll ein erster Kurzabschnitt in Betrieb genommen. Nach dem im vergangenen Jahr mit dem Kreisverkehr Gmeiniweg/ Emil-Barell-Straße das zweite Bauwerk benutzt werden kann, legte der Gemeinderat am Dienstag nun den Grundstein für den nächsten Abschnitt, der die B34 alt und B34 neu miteinander verknüpfen soll. Aus der T-Kreuzung wird ab September ein Kreisverkehr.

Doch das „Wie“ wurde nochmals kurz auf Antrag der FDP besprochen. „Der Kreisverkehr an der Emil-Barell-Straße ist im Juni 2020 in Betrieb gegangen, und bereits jetzt sind Senkungen und Dellen sichtbar“, mahnte Ralf Blubacher an. Daher schlug er eine Ausführung in Betonbauweise vor, welche stabiler und nachhaltiger sei. Mit Blick auf die Übergabe an die Gemeinde durch die Herabstufung der Bundesstraße zur Kreisstraße sollten die Folgekosten verringert werden.

Bauwerke nur noch mit Asphaltdecke

Bauamtsberater Kurt Sänger erläuterte, dass aktuell alle neuen Bauwerke nur noch mit Asphaltdecke vorgesehen seien, „sogar der Kreisverkehr am Zentralklinikum“, nannte er ein prominentes Beispiel. Die Mehrkosten für Betonbauweise lägen grob bei 76 000 Euro, welche durch die Gemeinde zu tragen wären. Zwar halte Beton länger, dafür müsse später aber komplett erneuert werden, während bei Asphalt in der Regel nur die Deckschicht abgefräst werden müsse vor einer Neuanlage. Mit diesen neuen Erkenntnissen zog die FDP den Antrag wieder zurück.

Einstimmig verabschiedet wurde die Bauvergabe an die Firma Schleith für rund 500 000 Euro. 65 000 Euro sind für noch auszuschreibende Maßnahmen in den Bereichen Markierung, Bepflanzung und Beschilderung vorgesehen. Vom Bund kommen pauschal 560 000 Euro Rückerstattungen.

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