Grenzach-Wyhlen Wie ist die Lage?

Rainer Stickelberger Foto: zVg Foto: Die Oberbadische

Grenzach-Wyhlen. In einem Gutachten, das vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg in Auftrag gegeben wurde, wird der Wohnungsmarkt in Grenzach-Wyhlen als besonders angespannt beschrieben. In einer Anfrage an die Landesregierung fordert der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger jetzt detaillierte Daten und Auskünfte an. „Wie hat sich der Wohnungsmarkt in Grenzach-Wyhlen in den letzten fünf Jahren entwickelt und wie sieht es aktuell aus“, will er laut Pressemitteilung wissen.

Anlass für Stickelbergers Anfrage ist, dass die 2015 eingeführte Mietpreisbremse von der Landesregierung – nach einem Urteil des Landgerichts Stuttgart von März – wegen eines Formfehlers korrigiert werden muss. „Seit März kündigt die Wirtschaftsministerin zwar eine neue Landesverordnung an, die auch die zwischenzeitlichen Veränderungen auf dem Wohnungsmarkt berücksichtigen sollte, passiert ist aber immer noch nichts.“

Jetzt will der Abgeordnete daher von der Landesregierung genauer wissen, wie drastisch die Situation wirklich ist und fragt die konkreten Daten ab, auf denen das Gutachten fußt. So will er in Erfahrung bringen, wie sich konkret in Grenzach-Wyhlen der Wohnungsversorgungsgrad (Verhältnis von Haushalten zum Wohnungsbestand) und die Wohnungsversorgung (Verhältnis von Wohnungsneubau zu Haushaltsentwicklung) darstellt. Auch das Verhältnis von Bruttowarmmiete zum Haushaltseinkommen, die „Mietbelastungsquote“, fragt er ab. Von Interesse ist für ihn ebenso die Höhe und Entwicklung der Angebotsmieten in den vergangenen fünf Jahren.

„Die genauen Daten für Grenzach-Wyhlen“, ist Stickelberger überzeugt, „werden deutlich machen, wie nötig eine Mietpreisbremse als Instrument des Mieterschutzes vor den ausufernden Preisen in Folge der Wohnungsnot ist. “

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