Grenzach-Wyhlen Zwei verlorene Jahre wettgemacht

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Das Doppelkonzert des Akkordeon-Orchesters Grenzach-Wyhlen fand vor vollem Haus statt. Foto: zVg/AO Grenzach-Wyhlen

Ein wahres Feuerwerk der Musik entzündete das Akkordeon-Orchester Grenzach-Wyhlen (AOGW) am Samstagabend im Haus der Begegnung in Grenzach. Nach der zweijährigen pandemiebedingten Konzertpause entfaltete sich eine unbändige Spielfreude mit jedem Akkord der 28 Spieler und mit dem mitreißenden Dirigat von Tanja Rauschenberger.

Grenzach-Wyhlen. Im ersten Konzertteil begeisterte das Jugendensemble unter der Leitung von Stefan Heumesser das zahlreich erschienene Publikum mit einem bunten Reigen bekannter Melodien von „The Typewriter“ über „Caravan“, „Star Trek Suite“ und „Melodia en la menor“ von Piazzolla bis zu „Du hast den Farbfilm vergessen“, berühmt seit dem Zapfenstreich zum Abschied der ersten deutschen Bundeskanzlerin.

Einige Jugendliche gehen

Dem großen Beifall folgte die Zugabe „Wer hat an der Uhr gedreht?“, womit bereits angedeutet wurde, dass das Ensemble durch den Weggang einiger Jugendlicher ab dem kommenden Frühjahr in der jetzigen Formation nicht mehr zu hören sein wird. Dennoch schlossen sie mit den Worten: „Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder – ohne Frage!“

Bei früheren Konzerten hatte es meistens einen Konzertpartner gegeben, aber Vereinsvorsitzende Nicole Rohn hatte bei der Begrüßung erklärt, man wolle heute den Charakter eines Doppelkonzerts erzielen, indem man konzertant beginne und unterhaltsam und beschwingt ende.

Konzertanter Teil

Der konzertante Beginn beinhaltete eine Toccata von Léon Boellmann, eine Tarantella von Rossini, das berühmte Adagio g-moll von Albinoni und den „Winter“ aus den Vier Jahreszeiten von Vivaldi. Das Aktivorchester zeigte sich von seiner besten Seite, was Dynamik, Präzision und Ausdrucksstärke angeht, und der Applaus schien bereits vor der Pause eine Zugabe einfordern zu wollen.

Heiter-beschwingter Teil

Hatten sich sowohl das Orchester als auch die Dirigentin nach dem Dafürhalten des begeisterten Publikums bereits vor der Pause verausgabt, zogen sie im zweiten Konzertteil erst recht sprichwörtlich alle Register. Hellmesbergers Teufelstanz, „Proms“ und „First Day of Spring“ vom Motion Trio, Supertramps „Greatest Hits”, „Bohemian Rhapsody”, „Conga del Fuego Nuevo” – es gibt kaum eine Stilrichtung, die die Grenzach-Wyhlener nicht bedienen könnten.

Die seit Jahren gleichbleibend hohe musikalische Qualität dieses Orchesters verdankt es der engagierten und motivierten Leitung von Tanja Rauschenberger, die für 20 Jahre als Dirigentin mit der goldenen Ehrennadel des Deutschen Harmonikaverbands ausgezeichnet wurde (über weitere Ehrungen wird gesondert berichtet).

Stehende Ovationen für die herausragenden Leistungen des Grenzach-Wyhlener Orchesters und zwei Zugaben, darunter der berühmte „Säbeltanz“ von Chatschaturian, beendeten einen großartigen Konzertabend, der zwei verlorene Jahre doppelt wettmachte.

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