Grenzach-Wyhlen Zwei zeigen Kunstwerke

Bilder von Antonie Josefa Latscha und Objekte von Walti Huber sind derzeit in einer spannenden Ausstellung in der Grenzacher Römervilla zu sehen. Foto: Manfred Herbertz Foto: Die Oberbadische

Dass Walti Huber nicht nur ein ausgezeichneter Musiker sondern auch eine andere künstlerische Ader hat, davon können sich die Besucher in der ersten gemeinsamen Ausstellung mit Werken der Malerin Antonie Josefa Latscha und des Objektkünstlers Walti Huber in der Römervilla von Grenzach-Wyhlen überzeugen.

Grenzach-Wyhlen. Seit drei Jahren beschäftigt sich Walti Huber mit der Objektkunst. Angefangen hat es mit hängenden Objekten, vorwiegend Baumscheiben, in denen er Metall, Steine oder Mineralien verarbeitete. So entstehen interessante Kontraste zu dem natürlich gewachsenen Holzstück. Neueren Datums sind stehende Objekte.

Und es überrascht, mit welcher verblüffenden Treffsicherheit Walti Huber gewöhnlichen Holzstücken eine neue Bedeutung verschafft und sie auch mit schlüssigen Titeln versieht. „Auf und davon“ auf einem Kirschbaumholzstück reihen sich Kiesel aneinander, die aus der Entfernung fast wie ein sich windendendes Fossil anmuten, „Zufall“ nennt Huber die Platanenholzscheibe, aus der wie ein Pilz Grüner Malachit herauswächst.

Das Gefühl der „Geborgenheit“ wird für den Betrachter greifbar bei dem Straußenei, das sich an einen knorrigen Obstbaum schmiegt, als gehöre es gerade dort und nirgendwo anders hin. Die Objekte von Walti Huber reizen zum genauen Hinschauen und dem sich Auseinandersetzen mit der Natur. So entstehen durch die Symbiose verschiedener Materialien völlig neue Inhalte aus den Formen, die uns die Natur geschenkt hat.

Bunter, fröhlichen Gegenpunkt

Einen bunten, fröhlichen Gegenpunkt setzen die Bilder der Künstlerin Antonie Josefa Latscha. Die Malerin, die im schweizerischen Rheinfelden lebt und arbeitet, zeigt abstrakte farbenfrohe Bilder, in den vor allem die Farben Grün, Gelb und Blau hervorstechen. „Die Farben stehen bei mir im Vordergrund“, sagt sie dann auch über ihre Malerei, die sie als „lyrische Abstraktion“ bezeichnet. Ihre neueren Werke entstehen intuitiv aus dem „Bauch heraus“.

Sie malt ihre Stimmungen, aber: „negative Stimmungen male ich nicht“ und so kann sie auch nie zu Beginn des Arbeitsprozesses sagen, wie das Bild schlussendlich aussehen wird, denn „es geschieht vieles spontan. Sie sollen fröhlich sein, und das fällt auch ins Auge. So entstehen zwar Andeutungen an Landschaften, die man in den abstrakten Farbfeldern entdeckt, und bei aller Abstraktion wohnt den Bildern eine sinnliche Kraft inne, die der Betrachter für sich selbst deuten muss, denn Namen findet man bei Latscha nicht. Ihre Bilder sind schlicht nummeriert.

Immerhin lieferte Helmut Bauckner, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins, zur Ausstellungseröffnung das Bonmot eines Kindes: „Kunst isch anders als wenn mer richtig molt“. Irgendwie hat das Kind Recht und das ist auch gut so.

Weitere Informationen: Die Ausstellung in der Grenzacher Römervilla mit Werken von Walti Huber und Antonie Josefa Latscha ist zu sehen bis 25. September jeweils an Sonntagen von 15 bis 18 Uhr.

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