GU in Lörrach-Stetten Stadträte bitten um Geduld

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Das Foto zeigt die Unterkunft in der Haagener Hornbergstraße. Foto: Kristoff Meller

In der Debatte um die geplante Gemeinschaftsunterkunft in Stetten haben sich Stadträte mit einem Schreiben positioniert.

Die gemeinsame Stellungnahme ist an Bürger adressiert, die sich wegen der Gemeinschaftsunterkunft an die Kommunalpolitiker gewandt haben. Wie berichtet, bitten die Fraktionen von Grünen, SPD und CDU, die Stadträte der FDP sowie die fraktionslosen Stadträte Bernhard Escher und Sabine Schuhmacher darin um Geduld bis zur Bürgeranhörung am 17. Juni. Dort könnten Anliegen offen diskutiert werden.

Es sei ihnen bewusst, so die Kommunalpolitiker, dass sich die Bürger „umfassend informiert fühlen möchten und dass es Fragen und Bedenken bezüglich dieses Vorhabens gibt. Wir haben uns deshalb bei der Stadt dafür eingesetzt, dass alle Belange dieses Projekts noch einmal überprüft und dargelegt werden, damit wir sowohl die Fragen der Bürger beantworten als auch die Bedürfnisse der Flüchtlinge angemessen berücksichtigen können“, heißt es. Um sicherzustellen, dass alle relevanten Aspekte sorgfältig bearbeitet werden, benötige die Verwaltung aber ausreichend Zeit. Deshalb bitten die Verfasser die Bürger „um Ihr Verständnis, dass wir keine seriösen politischen Aussagen treffen können, bevor alle Fakten und Prüfungsergebnisse vorliegen. Bis dahin bitten wir um Ihre Geduld“.

Es sei das gute Recht von Anwohnern, Bedenken gegen das Vorhaben zu äußern und eine ausgewogene Berücksichtigung der Bedürfnisse aller Beteiligten einzufordern. „Wir möchten aber nicht unerwähnt lassen, dass wir als gewählte Vertreter eine Verantwortung gegenüber den Menschen tragen, die zu uns kommen, auf der Suche nach Sicherheit. Wir sind uns bewusst, dass eine angemessene Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge und das Engagement der Bürger von entscheidender Bedeutung sind für ein friedfertiges Miteinander“, so das Papier.

Die Bürgeranhörung am 17. Juni biete die Gelegenheit, Anliegen und Fragen vorzutragen und „mit Politik und Verwaltung in einen konstruktiven Dialog zu treten“.

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