Häg-Ehrsberg 1000 Euro Preisgeld für ersten Platz

Die Schüler der Angenbachtalschule bei einer Wanderung. Foto: Rümmele Foto: Markgräfler Tagblatt

Beim bundesweiten Wettbewerb der deutschen Wanderjugend, der in der Zeit vom 14. Mai 2018 bis 31. Juli 2019 durchgeführt wurde, konnten sich Kindergruppen, Jugendgruppen und Schulklassen mit originellen und innovativen Wanderaktionen am Jugendwettbewerb „Jugend wandert“ beteiligen.

Häg-Ehrsberg (mrue). Egal ob Trekkingabenteuer, Naturerlebnistouren, Barfußwandern, Geocaching, Touren mit Inline-Skates, Kanuwandern, Radtouren oder Expeditionsreisen – alle Wanderaktivitäten, die von Kinder- und Jugendgruppen oder Schulklassen im Wettbewerbszeitraum durchgeführt wurden, konnten eingereicht werden.

Im Oktober 2019 tagte die erfahrene „Jugend wandert“- Jury, und alle Gruppen wurden benachrichtigt, ob sie unter den ersten drei Platzierten sind. Am fünften Bundeswettbewerb „Jugend wandert“ hatten sich 1250 Kinder, Jugendliche und Gruppenleitungen mit 33 Aktivitäten beteiligt. Dieses zeigt deutlich, wie ungewöhnlich, fantasievoll und herausfordernd Wandern sein kann.

Bei diesen Wanderprojekten haben Kinder und Jugendliche selbstbestimmt und aktiv gehandelt. Sie erlebten Neues und konnten ihre eigenen Grenzen testen und erweitern. Verantwortung für sich selbst und für andere zu übernehmen war ebenso Bestandteil, wie Umwelt aktiv zu erleben und sich kritisch mit ihr auseinanderzusetzen. Bei allen Aktivitäten wurde deutlich, dass Wandern und Gemeinsam-unterwegs-sein Spaß macht und voller Erlebnisse steckt.

Eigentlich sollte die Preisverleihung bei einem großen Abschlussfest durchgeführt werden, das aber aufgrund der Corona-Pandemie entfallen musste. Stattdessen wurde die Preisverleihung virtuell durch einen Livestream auf YouTube mit Schirmherr Willi Weitzel und der Bundesvorsitzenden der Deutschen Wanderjugend, Silvia Röll, durchgeführt. Hier konnte man auch die Namen der jeweils ersten drei Gewinner der verschiedenen Kategorien erfahren. Den ersten Platz belegte die Angenbachtalschule Häg-Ehrsberg in der Kategorie „Schulklasse“ mit ihrem Beitrag „Entlang an Feldbergs Töchterlein, der Wiese, von der Quelle bis zur Mündung“. Silvia Röll, die Bundesvorsitzende der Deutschen Wanderjugend, erklärte die Entscheidung der Jury so: „Der Name des Beitrags, Rap`n `Hike der Angenbachtalschule, ließ schon Besonderes erwarten, aber was die Jury dann zu hören bekam, war Extraklasse. Die sehr musikalische Grundschule hatte sich auf den Weg gemacht, um den Fluss „Wiese“ von der Quelle bis zur Mündung in den Rhein zu begleiten. Inspiriert durch das Musikwerk „Die Moldau“ vom tschechischen Komponisten Bedrich Smetana, das neu vertont wurde, und einem Lied über den Schwarzwald (ebenfalls im Musikunterricht neu einstudiert), ging es dann auch durch das Wiesental. Alles wurde in wochenlanger Arbeit im Musikunterricht einstudiert. Der Höhepunkt war dabei der eigens komponierte „Wiese-Rap“ der Dritt- und Viertklässler, dessen zahlreiche Strophen die Grundschüler an verschiedenen Rastpunkten rappten. Besonders kreativ ging es bei den Begleitgeräuschen zu. Steine im richtigen Abstand ins Wasser zu werfen, damit die Platscher in den Rhythmus passen, ist hohe Kunst. Die Grundschüler wurden von ihren Lehrerinnen Sabine Korhammer, Dorothee Thoma und Schulleiterin Sibylle Schwarzwälder-Abt begleitet. „Das war Motivation zum richtigen Zeitpunkt und schafft ein Gemeinschaftsgefühl“, erklärte Schulleiterin Sibylle Schwarzwälder-Abt, die sich genauso über den Preis freute wie die Grundschüler und Lehrkräfte.

Das Preisgeld soll für die Anschaffung von Tablet -Computern für den Unterricht verwendet werden. Das Schlusswort der Lehrkräfte steht fest: „Wandern und Singen gehört für uns zusammen. Die Zeit vergeht wie im Flug, und kein Weg ist zu weit, wenn man während der anstrengenden Wegabschnitte singt und rappt“, betont Sabine Korhammer. Dies komme zuletzt allen Kindern zu Gute, welche sich nicht so viel an der frischen Luft bewegen.

Es ist übrigens nicht der erste Preis, den die Schule gewonnen hat. In den zurückliegenden Jahren hat die Schule bei verschiedenen Aktionen insgesamt drei Preise gewonnen.

Auch Bürgermeister Bruno Schmidt hat sich über den Preis der Angenbachtalschule gefreut und gratulierte. Er betonte: „Hier sieht man, dass auch kleinere Schulen gut funktionieren und aufgestellt sind.“ Derzeit sind 28 Schüler an der Angenbachtalschule , wo derzeit wegen der Corona-Lage kein Unterricht abgehalten wird. Es gibt aber eine Notbetreuung.

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