Häg-Ehrsberg - Am 11.11.1968 wurde im damaligen Gasthaus „Krone“ in Rohmatt der Hinterhager Narrenclub ins Leben gerufen. Gründungsmitglieder waren Bernhard Schelb, Willi Wetzel, Albert Beckert, Walter Rümmele, Dietmar Miele, Horst Ewert, Reinhard Döring, Hermann Messmer, Werner Fritz, Helmut Zettler und Fritz Nägele sen. Am 18.1.1969 fand der erste Bunte Abend des neu gegründeten Narrenclubs im Gasthaus „Krone“ unter Narrenvater Bernhard Schelb mit Husar Robert Philipp, der Husarengarde und dem Elferrat statt. Auch nahm der Club an den Fasnachtsumzügen 1969 in Atzenbach und Hausen teil.

1970 wurden die ersten sechs Burgfelsengeister vorgestellt. 1971 fand der Bunte Abend im Vereinsheim des Musikvereins Rohmatt statt. Seit 1973 finden die Bunten Abende, die fast immer ausverkauft sind, in der Angenbachtalhalle in Häg statt. Auch die Fasnachtseröffnungen im Gasthaus „Burg“ in Altenstein und im „Forsthof“ in früherer Zeit bleiben unvergessen.

1974 wurde in Ehrsberg der erste Fasnachtsumzug im Hinterhag durchgeführt. Am Bunten Abend wurde der Burgvogt erstmals von einem Burgfräulein und zwei Rittern begleitet. 1979 wurden die ersten sechs Räuber vorgestellt und 1980 fand die erste Fasnachtsverbrennung statt. Die Umzüge wurden abwechselnd in Häg und Rohmatt durchgeführt. Im Jahr 1987 begannen die Umbauarbeiten am alten Dreschmaschinenschopf auf dem Fuchsbühl zum Ausbau des HNZ-Schopfes. 1990 wurden von fünf Frauen die Burgzinnengumber gegründet.

Hemdglunkiball seit 1985

Seit dem Jahr 1985 findet der Hemdglunkiball in der Halle statt. Heute findet am Schmutzigen Dunschtig die Machtübernahme des Burgvogts im Häger Rathaus mit Hemdglunkiumzügen und anschließenden Bällen statt. Am Rosenmontag wird der Umzug durch Häg abgehalten mit anschließendem Kinderball in der Halle, und am Dienstag wird die Machtrückgabe und Fasnachtsverbrennung durchgeführt.

Heute führt der damalige Narrenclub den Namen Hinterhager Narrenzunft, die in den Jahren 1989, 1993, 1998, 2002, 2006 und 2012 große Nachtumzüge durch Häg durchführte. Der Zunft gehören heute der Zunftrat (früher Elferrat) seit 1969, die Husarengarde mit Husar seit 1969, der Burgvogt und die Burgfelsengeister seit 1970, das Burgfräulein seit 1974, zwei Ritter seit 1974, die Burgfelsenräuber seit 1979, der Miregal seit 1988, die Burgzinnengumber seit 1990, die Burgfelsenhexen seit 1994 und die Burgfelsencombo (Abordnung des Musikvereins Rohmatt) an.

Das Präsidium bilden der Oberzunftmeister, der Zunftmeister, der Säckelmeister, der Schriftführer, der Zeremonienmeister sowie Vertreter der einzelnen Gruppen.

Im fünfzigsten Jahr ihres Bestehens steht der Zunft als Oberzunftmeister Daniel Philipp vor, der mit Zunftmeisterin Carolin Rümmele, Zeremonienmeister Claudio Patuto, Schriftführerin Jenny Schindler, Säckelmeister Patrick Zettler, Materialverwalter Clemens Rümmele, Requisitenverwalterin Melanie Seger und Vertretern der einzelnen Gruppen das Präsidium bildet. Am 26. Januar 2019 wird auch aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der siebte Nachtumzug durch Häg durchgeführt.

Von den bisher 50 Burgvögten sind acht schon verstorben. Zwei Burgvogte, Reinhard Döring und Hermann Albrecht jr., regierten zweimal im Hinterhag.

Zurzeit besteht die Zunft aus 44 Aktivmitgliedern (16 Mitglieder bei den Geistern und Räubern, zwölf bei den Burgfelsenhexen, sieben bei den Burgzinnen-Gumpern, fünf beim Zunftrat, vier bei der Husarengarde und 13 beim Narrensome).

Rückblick auf die Regenten

Ein Rückblick auf die bisherigen Regenten der Hinterhager Fasnacht: 1969 „Bernhardius“ Bernhard Schelb, 1970 „Helmutius I. vom Burgfelse“, Helmut Zettler, 1971: Reinhard Döring, 1972 Harald Schäuble, 1973 „Fritz de I. vom Sunnebuggel“, Fritz Nägele; 1974 „Filippo de I. vo de Mühligass“, Edgar Philipp; 1975 „Sepp de I. ob de Burg Altenstein“, Josef Schneider; 1976 „Thomas de I. vom Fuchsbühl“, Thomas Zettler; 1977 am 11.11 Georg Pflug und über Fasnacht „Reinhard de I. vo de Kronenburg“, Reinhard Döring; 1978 „Beat de I.“, Beat Schelb; 1979 „Sigi de I. vom Mitteldorf“, Siegfried Zettler; 1980 „Bruno de I. vom Mugglirain“, Bruno Kürten; 1981 „Bruno de I. vom Sunnedorf“, Bruno Schmidt; 1982 „Wolfi de I. vom Speckzinke“, Wolfgang Zettler; 1983 „Karli de I. vo de Husarenmühli“, Karl Philipp; 1984 „Albert de I. vom Haldeweg“, Albert Zettler; 1985 „Karl-Heinz de I. vom Fuchsbühl“, Karl-Heinz Rümmele; 1986 „Hansi de I. vo de Mühligass“, Hanspeter Lederer; 1987 „Rolf de I. vo de Höll“, Rolf Kiefer; 1988 am 11.11. „Thomi de I. vom Hörnlewald“, Thomas Kiefer, über die Fasnachtsaison „Manni de I. vom Eichlesteg“ Manfred Kiefer; 1989 „Tom de I. vo de Moosmatt“, Tom Holthover; 1990 „Robby de I. vom Forsthof“, Robert Kiefer; 1991 (Zweiter Golfkrieg) Hermann Albrecht jr.; 1992 „Hermann de I. ob de Duele“, Hermann Albrecht jr.; 1993 „Tommy de III. vo de Husarenmühle“, Thomas Strütt; 1994 „Gutz vo de Zarrenburg“, Elmar Rümmele; 1995 „Jürgen de I. oberem Löchle“, Jürgen Kiefer; 1996 „Harry de I. vo de Fröhnd“, Harald Kiefer; 1997 „Mathias de I. unterem Kaibühl“, Mathias Klotz; 1998 „Andy de I. vom Lamabuckel“, Andreas Morath; 1999 „Emil de I. vo de Hütte“, Peter Kiefer; 2000 „Michael de I. vom Rohrberg“, Michael Kiefer; 2001 „Hampi de I. vom Vorderdorf“, Hanspeter Schäuble; 2002 „Bernd de I. vom Rohrenkopf“. Bernd Wuchner; 2003 „Gandi de I. vo hinte füre“, Jürgen Walliser; 2004 „Bernd de II. vom Bierhus“, Bernd Rieger; 2005 „Werner de I. vo de Wühri“, Werner Frank; 2006 „Stefan de I. vo de Wühri“, Stefan Keller; 2007 „Stefan de I. vom Fuchsbühl“, Stefan Rümmele; 2008 „Daniel de I. vo de Husarenmühli“, Daniel Philipp; 2009 „Dietmar de I. vo Mambach City“, Dietmar Hohler; 2010 „Ralf de I. vom Rohrberg“, Ralf Kiefer; 2011 „Erich de I. vo de Wühri“, Erich Gersbacher; 2012 „Simon de I. vom Rohrberg“, Simon Gerwig Tanja Greiner; 2013 „Kurt de I. vom Altenstein“, Kurt Schneider; 2014 „Willi de I. vo de Höll“, Willi Wassmer; 2015 „Cristian de I. vo de Rohmatt“, Cristian Zettler; 2016 „Grabo de I. vo de Hägermühli“, Dominik Grabowski; 2017 „Daniel de I. vo de Sunnematt“, Daniel Köpfer; 2018 „Julian de I. vom Altenstein“, Julian Faller.