Häg-Ehrsberg Förderpolitik wird Region nicht gerecht

Markgräfler Tagblatt
Diana Stöcker zu Besuch in Häg-Ehrsberg. Foto: zVg

Häg-Ehrsberg. Auf Einladung der CDU-Bundestagskandidatin Diana Stöcker hat in Häg-Ehrsberg ein Fachgespräch zum Thema „Landwirtschaft“ stattgefunden. Auf Franks Hof ist Diana Stöcker laut Pressemitteilung mit Bruno Schmidt, Bürgermeister von Häg-Ehrsberg, Christian Waßmer, Ortsvorsitzender des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes (BLHV), Bernhard Kiefer, stellvertretender Bürgermeister, und Manfred Kiefer, Landwirt und ehemaliger Gemeinderat, ins Gespräch gekommen.

Diana Stöcker: „Mein Besuch vor Ort zeigt mir: Wir haben hier eine ganz besondere Situation für die Landwirtschaft. Unsere Landwirte haben schwierige Bedingungen: Steillage, kleine Betriebe, in der Regel im Nebenerwerb. Für unsere Region möchte ich eine Forderung aufgreifen: Wir brauchen für die neue Förderperiode der Europäischen Union im Landwirtschaftsbereich ein besonderes Schwarzwald-Programm.“

Bei vielen Landwirten steht in den nächsten Jahren die Hofübergabe an. Die Zahl der Bewirtschafter ist bereits heute in der Raumschaft stark rückläufig. Die Gründe für den Rückgang der Bewirtschafter liegen auch in der aktuellen Förderpolitik.

Diana Stöcker: „Die aktuelle Förderpolitik wird den einmaligen, spezifischen und besonderen Bedingungen unserer Region nicht gerecht. Wir brauchen ein Förderprogramm, das auf die Besonderheiten des Schwarzwaldes zugeschnitten ist.“

Kritisch thematisiert wurden auch die Themen Wolfsprävention und der Zustand des Waldes. Stöcker: „Es wird vor Ort mehr als offensichtlich, dass wir den Wolf durch Zäune nicht in den Griff bekommen. Das ist angesichts der Steillagen nicht möglich.“

Bruno Schmidt, Bürgermeister von Häg-Ehrsberg, betont: „Wenn wir weiterhin wollen, dass die Landschaft offen gehalten wird und so erhalten bleibt, dann brauchen wir unsere kleinbäuerliche Landwirtschaft. Der Wolf hat in unserer Raumschaft nichts zu suchen. Er passt schlichtweg hier nicht rein.“

Zum Thema Wald betont Bruno Schmidt: „Wenn wir den Wald erhalten wollen, dann brauchen wir natürlich auch neue Baumarten. Dabei sollten wir jedoch die vorhandenen Baumarten nicht aus den Augen verlieren.“

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