Häg-Ehrsberg Helle Freude im Angenbachtal

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„Strahle-Frau“ Svenja Kiefer – zusammen mit ihrem Vater Günter Kiefer (rechts) holte sie in der Gruppe Häg-Ehrsberg das Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Bronze Foto: Peter Ade

Häg-Ehrsberg (pad). Als schlagkräftig und zuverlässig erwies sich eine Gruppe mit neun jungen Feuerwehrfrauen- und -männern aus Häg-Ehrsberg. Erfolgreich nahmen sie am vergangenen Samstag auf dem Schalanderplatz der Brauerei „Feldschlösschen“ im schweizerischen Rheinfelden an der Abnahme-Prüfung für das Ehrenzeichen in Bronze des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg teil (wir berichteten am Montag auf Regio).

Vater und Tochter sind beide bei der Feuerwehr

Auf dem Dorf ist Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr vielfach gleichzusetzen mit Familienehre. Bestes Beispiel: Häg-Ehrsberg. In der kleinen Gemeinde im Angenbachtal, einem Seitental des Wiesentals im Naturpark Südschwarzwald, sind oftmals gleich mehrere Personen „aus einem Haus“ in der Selbsthilfeorganisation für das Gemeinwohl aktiv.

Ein schönes Beispiel ist Familie Kiefer. Vater Günter und Tochter Svenja arbeiten gemeinsam in der Gruppe, die sich unter Leitung von Markus Rümmele nach gründlicher Vorbereitung in der Heimatwehr das Leistungsabzeichen sicherte.

An der in freundschaftlicher Verbundenheit mit den Eidgenossen erstmals in der Schweiz abgenommenen Prüfung nahmen 14 Gruppen aus dem Landkreis Lörrach für die Kategorie Bronze, fünf für Silber und drei für Gold teil. Die Anforderungen waren in den Grundzügen gleich, doch sie wurden von Stufe zu Stufe strenger.

Gruppen müssen Löschangriff leisten

Einen Löschangriff mussten alle Gruppen absolvieren. Dabei war der schnelle Aufbau einer Wasserstrecke gefordert. Zur Versorgung war ein Saugrohr zu installieren, zum eigentlichen Löschangriff wurde mit den dünneren C-Schläuchen gearbeitet. Besonders gefordert waren die Einsatzkräfte, die mit Atemschutzgeräten vordringen mussten – bei praller Sonne und Sommerhitze nicht gerade leicht.

In der Stufe Bronze, bei der ein Löscheinsatz vom Hydrantennetz inklusive einer Menschenrettung aus dem ersten Obergeschoss über eine Steckleiter simuliert wird, musste die Gruppe zeigen, dass sie in angemessener Zeit fachlich richtig und möglichst fehlerfrei arbeiten kann.

Die neun Frauen und Männer aus dem Angenbachtal meisterten die gestellte Herausforderung mit Bravour, wie Schiedsrichter-Obmann Joachim Sahner (Maulburg) bei der Übergabe der Medaillen bestätigte. Darüber freute sich auch der Bürgermeister von Häg-Ehrsberg, Bruno Schmidt. Er ist selbst ein engagierter Feuerwehrmann und beobachtete den Prüfungsablauf am Samstag in seiner Eigenschaft als stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes.

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