Am Montagnachmittag besuchte der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger die Gemeinde Häg-Ehrsberg. Nach einer Präsentation der Gemeinde durch Bürgermeister Bruno Schmidt im Rathaus ging man zu den Anliegen der Gemeinde in einer Diskussionsrunde mit dem Gemeinderat über.

Häg-Ehrsberg (mrue). Danach fuhr man Richtung Waldmatt und auf der Gemeindeverbindungsstraße bis zum Wannenkopf. Man erläuterte Rainer Stickelberger die Probleme der Gemeindeverbindungsstraße Häg-Ehrsberg nach Herrenschwand, die nur bis zum Wannenkopf eine Teerschicht trägt und danach zur Buckelpiste wird. Das nicht asphaltierte Stück hat eine Länge von 1,25 Kilometern. Alle Versuche, über die Politik eine Verbesserung zu erreichen, sind bisher gescheitert. Edwin Seger bedankte sich bei Stickelberger für seinen Einsatz in dieser Angelegenheit. Man will in Zusammenarbeit mit der Stadt Todtnau eine Lösung finden. Während des Besuchs des Abgeordneten fuhren zahlreiche Pendler Richtung Herrenschwand und Häg-Ehrsberg. Auch die Feuerwehr muss diese Straße bei Schadensereignissen befahren. Bei einem Waldunfall auf dieser Strecke dürften auch die Rettungskräfte in Schwierigkeiten kommen, hieß es.

Dann ging es zurück zur Halle in Häg, wo die Gruppe schon von einigen Bürgern erwartet wurde. Zahlreiche Fragen an Rainer Stickelberger gab es zu den Problemen der Landwirtschaft, etwa im Hinblick auf die immer umfangreicher werdenden Fragebögen oder auf die FFH-Gebiete, die den Landwirten Einschränkungen bringen. Kritisiert wurde, dass Bauvorhaben heutzutage durch die Gesetzgebung, etwa hinsichtlich des Artenschutzes, erschwert werden. Junge Menschen würden deshalb vermehrt in die Städte ziehen. Grundsätzlich sollte der ländliche Raum in der Landes- und Bundespolitik stärker berücksichtigt werden und mehr Fördermittel erhalten, hieß es. Auch der öffentliche Nahverkehr lasse zu wünschen übrig.

Ohne die Arbeit der Nebenerwerbslandwirte könne die Offenhaltung der Landschaft im Hinterhag nicht gewährleistet werden. Die jährlichen Kontrollen in der Landwirtschaft sollten vereinfacht werden.

Die Förderung der Breitbandtechnologie sollte vereinfacht werden, lautete eine weitere Forderung. Auch in der Gemeinde Häg-Ehrsberg gebe es zahlreiche Firmen, und auch privat seien die Bürger auf schnelleres Internet angewiesen.

Auch für Jagdpächter wurden zahlreiche Verordnungen erlassen, die für Unmut sorgen. So wies Jagdpächter Bernhard Kiefer auf das Fütterungsverbot in Höhenlagen hin: „Die in Stuttgart haben nicht mit den winterlichen Bedingungen zu kämpfen wie wir.“

Auch das aktuelle Thema Wolfsansiedlung wurde angesprochen.

Zum Schluss der Veranstaltung, die unter dem Motto „Rainer Stickelberger steht Rede und Antwort“ stand, bedankte sich Bürgermeister Bruno Schmidt bei dem Abgeordneten für seinen Besuch und seine Bereitschaft, sich mit den Anliegen der Bürger von Häg-Ehrsberg auseinanderzusetzen.