Handball Ab September Rundenspiele mit Publikum

Ab September sollen Handballspiele wieder vor Zuschauern stattfinden.Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Jüngst hat der Südbadische Handballverband (SHV) alle Vereine eingeladen, sich bei einer Telefonkonferenz über das Konzept des DHB zur Rückkehr zum Handball zu informieren und auszutauschen.

Freiburg (pd/nod). „Return to play“ ist das Konzept, mit dem der deutsche Handball Bund (www.dhb.de, Rubrik Service) einen Acht-Stufen- Plan zur Rückkehr in den Wettkampfsport im Handball erarbeitet hat und den Vereinen zusätzlich weitere Vorlagen, Vordrucke und weitere Informationen zur Verfügung stellt.

Die Informationen wurden an alle Vereine im Südbadischen Handballverband versendet, die Informationen zudem auf der Homepage (www.hv-suedb.de) verlinkt. Handball Baden-Württemberg hat zusätzlich eine Handlungsempfehlung erstellt und verteilt sowie auf der Homepage www.handballbw.de hinterlegt, die die rechtlichen Rahmenbedingungen in Baden-Württemberg berücksichtigt.

Zur Telefonkonferenz hatten sich die Vizepräsidenten Dr. Christof Armbruster I(Lehrwesen und Leistungssport) und Ansgar Huck (Spieltechnik) sowie der Präsident Alexander Klinkner in der Geschäftsstelle des Rastatter TV getroffen, mit 1,5 Meter Abstand, versteht sich.

Alex Klinkner stellte „Return to play“ in seinen Grundzügen vor und informierte die Vereine über die auch sportpolitischen Differenzierungen zwischen Gesamt-Deutschland, den einzelnen Bundesländern und den Kreisen/Städten, die sich aus den Vereinbarungen zwischen Bund und Ländern in den letzten Wochen ergeben haben.

Chris Armbruster führte durch das Acht-Stufen-Konzept und erklärte die wesentlichen Veränderungen von Stufe zu Stufe sowie die Beschränkungen und die sich dadurch ergebenden Herausforderungen für die Vereine.

Aktuell befindet sich Baden-Württemberg im Allgemeinen und der Bezirk Freiburg/Oberrhein im Besonderen in Stufe drei. Sie erlaubt ein Training in Kleingruppen im Freien. Athletik und Techniktraining sind ohne Zweikämpfe erlaubt.

Der Übergang nach Stufe vier – Kleingruppentraining in der Halle – wird vorbehaltlich einer veränderten Infektionsentwicklung nach den Pfingstferien erwartet. Die Stufe acht „Wettkampfbetrieb +“, also Spielbetrieb mit Publikum sieht das Konzept für September vor. Ob diese Zeitleiste realisiert werden kann, hängt wie immer von der Datenlage zum Infektionsgeschehen ab.

Die Fragen der Vereine drehten sich dann um die Themen Spielbetrieb, Zuschauer und praktische Fragen zur Umsetzung des Konzepts.

Der SHV wird die Entwicklung in Baden-Württemberg weiter beobachten und die Vereine über den Übergang in die nächste Stufe informieren. Die Vereine müssen

Hallen sollen in den Ferienmonaten offen sein

dann jedoch diesen Übergang lokal mit ihrer Stadt/Gemeinde rückversichern, da die Beurteilung mittlerweile auf die Kreise/Städte übergegangen ist.

Aus logistischen Gründen kann eine Sammelbestellung an Desinfektionsmitteln nicht über den Verband erfolgen. Die Vereine sollten hierzu auf die Kreise/Städte zugehen, die als Träger der Hallen sportartübergreifend für ein Hygienekonzept und dessen Umsetzung verantwortlich zeichnen.

Die südbadischen Handballerinnen und Handballer halten eine Verfügbarkeit der Hallen während der Sommerferien für notwendig. „Nach mehreren Monaten ohne Mannschaftstraining wäre es nicht gut, wenn die Hallen in den Ferien für Reinigung oder kleine Instandhaltungsmaßnahmen gesperrt wären“, so die SHV-Verantwortlichen. Hierzu wird der Südbadische Handballverband den Vereinen ein Schreiben zur Weitergabe an die Träger der südbadischen Hallen bereitstellen.

Der Verlust von Einnahmen aus Eintritt von Zuschauern, aus der Bewirtung von Sportfesten, Stadtfesten und anderen Festen ist aktuell ein massives Problem für die Vereine. Hierzu hat Handball Baden-Württemberg eine Umfrage gestartet (auf der Homepage des SHV und von HBW) und bittet um Teilnahme, damit die Handball-Verbände in der Diskussion mit Entscheidungsträgern fundierte Argumente haben.

Veranstaltungen des Verbands wie Bezirkstage können aus heutiger Sicht vor den Sommerferien abgehalten werden, sofern beispielsweise Wahlen die Durchführung nötig erscheinen lassen. Dies unter Einhaltung der Hygienekonzepte. Sollte die Durchführung nicht geboten sein, dann können diese Veranstaltungen auch noch im Spätjahr durchgeführt werden.

Ob die Spielrunde 2020/2021 im September beginnen kann, ist aktuell nicht abzusehen. Die Spieltechniker im Verband haben Szenarien erarbeitet und arbeiten weiter an möglichen Lösungen, wie die Spielrunde in Abhängigkeit des Saisonstarts ablaufen könnte. Informationen dazu werden die Vereine Ende Juni erhalten, damit die Spielplanung dann auch entsprechend vor den kommenden Sommerferien erfolgen kann.

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