Handball Brocken gilt es aus dem Weg zu räumen

Mirko Bähr
Maria Hopp (rechts) setzt sich am gegnerischen Kreis durch. Foto: Grant Hubbs

Nun geht es um das Sahnehäubchen einer erfolgreichen Spielzeit: Die Frauen der HSG Dreiland duellieren sich in der Relegation mit der SG Ottersweier/Großweier. Der Sieger spielt in der nächsten Saison in der Südbadenliga.

Die HSG muss dabei vorlegen. Das Hinspiel in der Weiler Markgrafensporthalle steigt am Sonntag, 2. Juni, um 16.30 Uhr. Das Rückspiel findet dann am Freitag, 7. Juni, in Ottersweier statt.

In der gesamten Saison der Landesliga Süd hat die HSG Dreiland lediglich zwei Spiele verloren. Hinzu gesellt sich ein Remis. Oder umgekehrt: 19 von 22 Partien wurden gewonnen. Und dennoch gab es am Ende keine Meistersause. Der Grund: Der TuS Steißlingen II war noch einen Tick besser.

AusgeglichenesPunktekonto

Um doch noch in der kommenden Runde in der Südbadenliga an den Start gehen zu können, muss die Truppe von Coach Christian Weber einen Umweg in Kauf nehmen. Den Umweg Relegation nämlich. Und der hat es in sich. Die erste Hürde hat die Brombach-Weiler-Equipe dabei schon gemeistert. Im Duell der beiden Vizemeister der Nord- und Süd-Gruppe setzte sich die HSG nach Hin- und Rückspiel denkbar knapp gegen den BSV Sinzheim durch. „Mehr auf Augenhöhe ging nicht. Das war ein Duell, bei dem am Ende auch das glücklichere Team die Nase vorn behielt“, fasste Weber bereits Anfang Mai zusammen.

So lange ist es her, dass die HSG den Einzug in zweite Relegationsrunde klar machte. Bis dahin stand auch noch gar nicht fest, gegen welchen Gegner es aus der Südbadenliga geht. Zwischenzeitlich steht er fest: es ist die SG Ottersweier/Großweier. Ein echter Brocken, den es da aus dem Weg zu räumen gilt.

Denn: Die SG wurde am Ende der abgelaufenen Südbadenliga-Spielzeit mit einem ausgeglichenen Punktekonto Achter und muss nun die Relegation bestreiten. „Das ist schon Wahnsinn“, findet Weber. Denn eigentlich habe die SG mit 22:22-Zählern doch eine „gute Saison“ absolviert. Und dabei vier Teams hinter sich gelassen.

In den vergangenen drei, vier Wochen mussten die Damen also irgendwie die Konzentration und Anspannung hochhalten. Solch eine lange Pause zwischen zwei entscheidenden Relegationspartien ist dann doch eher ungewöhnlich. Die HSG-Mädels nutzen diese lange Strecke, um die bis dahin erfolgreiche Saison zu feiern. Sie verbrachten ein paar partyreiche Tage auf Mallorca, um die Akkus wieder aufzuladen.

Diese Woche im Training war der Fokus dann schon wieder auf diese „schwierige Aufgabe“ gerichtet. Schwierig vor allem deshalb, weil Weber & Co. den Gegner nur sehr schwer einschätzen können. „Wir treffen auf eine Mannschaft, die eigentlich nicht in die Relegation gehört und uns dazu völlig unbekannt ist.“ Wobei dasselbe ja auch für die SG gelte, führt Weber vor seinem vorletzten Match als Trainer der HSG-Frauen aus.

Klar ist, dass der Schlüssel einmal mehr in der Defensive liegt. Das war gegen Sinzheim der Fall, als die HSG im Abwehrverbund eine hervorragende Leistung abrufen konnte, und das, so glaubt Weber, werde auch diesmal wieder so sein. „Es wird sicherlich schwer, die Abwehrleistung aus den beiden Sinzheim-Spielen noch zu toppen, aber wir werden uns nun noch mehr strecken müssen.“

Personell sieht esbei der HSG gut aus

Anders als im ersten Teil der Relegation muss die HSG zunächst vor eigenem Publikum ran, ehe es dann wenige Tage später auswärts zur Sache geht. „Wir müssen also vorlegen. Die Konstellation der ersten Runde, als wir zunächst auswärts angetreten sind, hat uns besser gefallen“, ist Weber ehrlich.

Personell sieht es vor dem ersten Spiel der Relegationsrunde gegen die SG Ottersweier/Großweier gut aus. Die HSG kann vor den heimischen Fans aus dem Vollen schöpfen. Wobei es noch zwei Fragezeichen gibt. Und zwar hinter den Einsätzen von Tina Wollschläger (krank) und Keeperin Ena Brisevac (Knie).

„Wichtig ist, dass sich das Team eine gute Ausgangslage für das Rückspiel verschafft“, sagt HSG-Chef Anton Schönmüller und zielt auch auf den Faktor Fans ab. „Im Showdown der Aufstiegsrunde braucht es den Heimvorteil mit einer lautstarken und motivierenden Unterstützung für unsere Damen.“ So wird es wohl auch geschehen.

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