Handball Das Wiedersehen mit Gruber & Co.

Im Angriff noch zu harmlos: Jana Darius (2.v.l.) und die HSG Dreiland. Foto: Mirko Bähr Foto: Die Oberbadische

Der kecke Aufsteiger fordert auswärts den Bezirksrivalen heraus, der alles andere als überzeugt: Das Derby in der Lörracher Wintersbuckhalle verspricht Spannung. Die HSG Dreiland empfängt am Samstag, 18 Uhr, den TV Todtnau. Im Blickpunkt steht ein Todtnauer Quartett, das bereits ins Trikot des Gegners geschlüpft ist.

Von Mirko Bähr

Lörrach. „Es kommt zum Wiedersehen mit ehemaligen Mitspielern“, meint HSG-Coach Christian Weber. Damit sei es dann aber auch schon alles an Besonderheiten. „Es gibt in diesem Match auch nur zwei Punkte für den Sieg“, hält er den Ball flach.

Sabrina Gruber kehrt in die Halle zurück, die an die zehn Jahre ihre Heimspielstätte war, dort, wo sie für den TV Brombach und die HSG Dreiland auf Punktejagd ging. „Für sie ist diese Partie natürlich etwas ganz Besonderes“, weiß auch ihr jetziger Trainer Marco Suevo. Ebenfalls schon beim Gegner aktiv waren Sina Wißler, Celina Oster und Celina Gruber.

Besonders ist das Aufeinandertreffen der Bezirksrivalen aber auch deshalb, weil sich beide Vereine noch nie auf dieser Ebene in einem Punktspiel begegnet sind. Und da wäre ja noch der kurze Weg. „Es ist das erste Auswärtsmatch unter 150 Kilometer. Das ist auch mal schön“, meint Suevo, der von einem „interessanten Kräftemessen“ spricht.

Der Aufsteiger ist besser gestartet, steht mit ausgeglichener Bilanz nach drei Partien auf Rang sieben. Die HSG reiht sich mit einem Sieg, einem Remis und zwei Niederlagen auf dem zehnten Platz ein. Damit geht die Favoritenrolle also ins Obere Wiesental?

Ja, macht Weber vom Heimteam klar. „Das zeigen die jüngsten Spiele. Wir tun uns extrem schwer im Angriff. Die Verantwortung wird immer zum Nebenmann weitergegeben, wir sind viel zu harmlos. Hier müssen wir uns noch enorm weiterentwickeln.“

Ganz anders sehe es da beim TVT aus. „Gemeinsam mit Dornstetten hat Todtnau den stärksten Rückraum der Liga. Wichtig ist auch, dass wir uns nicht nur auf die beiden Shooter Wißler und Gruber fokussieren, denn der Rest kann auch Handball spielen.“

Sein Gegenüber will von der Favoritenrolle nichts wissen: „Wir sind nicht der Favorit. Der Tabellenstand ist eine schöne Momentaufnahme, mehr nicht. Wenn wir als Aufsteiger drin bleiben wollen, gilt es, die Heimspiele zu gewinnen. Alles, was an Punkten auswärts dazukommt, ist Bonus. Wir fahren nach Lörrach, um das Spiel so lange als möglich offen zu gestalten“, so Suevo, der mit voller Kapelle anreist.

Allerdings fahre man mit Selbstvertrauen im Gepäck in die Wintersbuckhalle. „Wenn wir es wieder schaffen, die technischen Fehler zu minimieren, dann sind wir nicht chancenlos“, sagt Suevo. Weber weiß, was auf seine Schützlinge zukommt: „Jede in der Abwehr wird Schwerstarbeit verrichten müssen. Um das Spiel offen zu gestalten, müssen wir das Spiel der Gäste frühzeitig stören. Sollte es uns gelingen, durch schnelle Beine und aggressive Verteidigung Bälle zu erobern, müssen wir daraus Kapital schlagen.“

Weber hätte natürlich nichts dagegen, wenn seine Farben am Ende die Oberhand behalten würden. „Aber wir wissen auch, dass hierfür viel mehr getan werden muss als zuletzt.“

Die Köpfe seien nach den vergangenen beiden Spielen unten gewesen. „Vielleicht kommt das Derby daher ja genau zur richtigen Zeit.

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