Handball Derby: An die Wand gespielt

Spielt wieder einmal mit bei der HSG: Routinier Ana Bojic ist im Derby einfach nicht zu bremsen. Foto: Uli Nodler Foto: Die Oberbadische

Die Revanche ist geglückt. Und wie! In einer begeisternden zweiten Halbzeit spielte Gastgeber HSG Dreiland den TV Todtnau an die Wand und gewann auch in der Höhe verdient mit 32:23 (15:12). Während die HSG-Spielerinnen den hohen Sieg ausgiebig feierten, gab’s auf der Todtnauer Bank lange Gesichter.

Von Uli Nodler

Weil am Rhein. Dieses spektakuläre Ergebnis hatte am Samstag keiner erwartet. Zu ausgeglichen lief’s vor zwei Wochen beim Hinspiel in der Silberberghalle ab. Damals setzten sich die Todtnauerinnen knapp mit 25:24 durch. Auch die Trainer erwarteten ein engens Spiel. TVT-Coach Marco Suevo sah seine Mannschaft vor dem Anwurf sogar leicht im Vorteil. Dagegen wusste wohl HSG-Coach Joachim Hußmann nach den beiden sieglosen Startspielen nicht so recht, wie er die Leistungsfähigkeit seiner Mannschaft einschätzen sollte.

Neun HSG-Tore in Folge ohne Gegentreffer

Beide Trainer wurden in ihrer Annahme in der ersten Halbzeit auch bestätigt. Wie vor zwei Wochen war es eine enge Angelegenheit. Keine der beiden Mannschaften konnte sich zunächst Vorteile verschaffen. Erst in den letzten zwei Minuten vor der Halbzeitsirene setzte sich die HSG mit drei Toren etwas ab.

Und dann wurde der TV Todtnau von einer HSG-Truppe in den ersten sechs Minuten nach dem Wechsel förmlich überrollt. Die Gastgeberinnen warfen halbzeitübergreifend neun Tore in Folge ohne Gegentreffer, zogen auf 21:13 davon. Von diesem Rückstand erholte sich der TVT nicht mehr. Das Derby war frühzeitig entschieden.

„Es war unter dem Strich eine großartige Mannschaftsleistung. So sieht bei uns erfolgreicher Handball aus“, freute sich HSG-Coach Hußmann. Sein Pendant auf Todtnauer Seite war fassungslos: „Wir wollten nach der Pause mit der Brechstange den Drei-Tore-Rückstand aufholen. Das ist gründlich schief gegangen“, analysierte Suevo den schwachen Auftritt seiner Mannschaft.

Wenn auch Hußmann die Teamleistung lobte, so tat der Mannschaft das erstmalige Mitwirken der routinierten Ana Bojic in der noch jungen Saison unglaublich gut. In ihrem Sog begeisterten auch die Leistungsträgerinnen Maria Winzer und Nathalie Herzog im Rückraum. Und auch Selina Huber hob bei ihrem ersten Saison-Einsatz das Niveau der Mannschaft. Dagegen konnten beim Gast die Führungsspielerinnen Sina Wißler und Sabrina Gruber ihre Mitspielerinnen nicht mitreißen. Auffälligste TVT-Spielerin war Sandra Waßmer mit acht Treffern.

Und die HSG war auf der Torhüter-Position wesentlich besser besetzt als der TVT. Während Ena Brisevac und Anke Bächtold jeweils ein starker Rückhalt waren, ließen beim TVT Meike Schelshorn und Hanna Ohlsen die meisten Bälle passieren.

Tore für Dreiland: Bojic 8/3, Winzer 5, Göth 4, Knössel 4, Herzog 4, Wollschläger 3, Leisinger 2, Huber 1, Kirsch 1.

Tore für Todtnau: Waßmer 8, Gruber 4, Sigl 3, Wißler 2, Winterhalter 2, Hakaj 2, Mahlbacher 1, Heitz 1.

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